Aktueller Goldkurs

23.09.19, 22:12 Uhr (GMT)

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Goldpreis: Ziel für 2019 schon erreicht – Marke von 1.400 US-Dollar je Feinunze geknackt!

Mit einem Preisanstieg auf über 1.400 US-Dollar für die Feinunze ist Gold so teuer wie seit knapp sechs Jahren nicht mehr. Angesichts des Umfeldes ist hier noch mehr drin!

Schwache US-Konjunktur und Konflikte verunsichern – Anleger flüchten in Gold

Die US-Notenbank brachte erneute Zinssenkungen ins Spiel, um die Wirtschaft wieder stärker zu unterstützen – das Signal wurde von den Märkten durchaus wahrgenommen. Bislang nutzen noch viele Anleger den Greenback zur Absicherung, schließlich sollte die nach wie vor größte Volkswirtschaft der Welt ein gehöriges Maß an Sicherheit bieten. Doch es gibt eben auch diejenigen, die sich an der expansiven Geldpolitik und dem riesigen Berg Staatsschulden stören. Wie soll der noch abgebaut werden? Strafft die FED die Geldpolitik, drohen viele Schuldner zu scheitern. Bliebe noch eine Steuererhöhung, die ebenso unwahrscheinlich sein dürfte wie eine Ausgabensenkung.

Die Chance auf eine Dollar-Aufwertung ist also gering, zumal das Ende von Währungsreserven in Papierwährungen offenbar eingeläutet ist. Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts und mit Beginn des neuen Jahrtausends sind diese Fiat-Währungsreserven exorbitant angestiegen – bis 2014: Auch wenn die USA auch danach noch massive Defizite in der Handelsbilanz erwirtschafteten, hielten sich die Exporteure in puncto Währungsreserven zurück, sie bauten sie sogar ab. Offenbar behalten die ausführenden Konzerne ihre Reserven auf ihren eigenen Konten. Oder die Staaten kaufen Rohstoffe sowie Grund und Boden, hier seien nur Chinas Investitionen auf dem afrikanischen Kontinent genannt. Selbst die Notenbanken bevorzugen zunehmend Gold und orientieren sich vom (noch) als Leitwährung geltenden US-Dollar weg. Allein die steigenden Bestände an physischem Gold sprechen hier für sich.

Ein Blick auf die geopolitischen Konflikte lässt die Sorgenfalten noch tiefer werden: Ob, wann und wie der Handelskonflikt mit China beendet werden kann, bleibt nach wie vor ungewiss. Das Problem mit einer derart protektionistischen Wirtschaftspolitik ist die bereits weit fortgeschrittene Globalisierung vieler Konzerne: Dieses Rad lässt sich schwerlich wieder zurückdrehen. Ebenso fatal ist die Situation rund um den Iran, der alle Fäden zur Schwächung des globalen Ölhandels in der Hand hält – Cyber-Angriffe hin oder her. Die Lunte liegt bereits am Pulverfass.

Goldpreisanstieg: Nachhaltig oder nicht?

Hier gehen die Meinungen noch auseinander: Einige Experten sehen einen Rückzug, anderen gehen von einer weiteren Aufwärtsbewegung aus. Fakt ist: Der Goldpreis hat bereits jetzt das Jahresziel für 2019, nämlich einen Preis von 1.375 bis 1.400 US-Dollar für die Feinunze, übertroffen. Zum Vergleich: Innerhalb der vergangenen 12 Monate bewegte sich die niedrigste Notierung auf einem Niveau von 1.170 US-Dollar für die Feinunze. Angesichts der Gegebenheiten sollte es also nicht verwundern, wenn Goldanleger einen satten Gewinn einstreichen können.