Aktueller Goldkurs

18.01.19, 10:57 Uhr (GMT)

1.128 Euro | 1.285 USD

Goldpreis: Wird 2019 ein ausgesprochenes Gold-Jahr?

In den letzten beiden Handelswochen ging es kräftig bergauf: Von 1.260 US-Dollar für die Feinunze stieg der Goldpreis auf 1.297 US-Dollar je Feinunze, bevor er leicht korrigierte. Das neue Jahr schürt Erwartungen – und das nicht ohne Grund.

Goldpreis 2019 – wichtige Hürden bereits genommen

Die Pessimisten unter den Goldexperten hatte die Marke von 1.265 US-Dollar je Feinunze fest im Blick, denn hier lauerte ein Widerstand – den der Goldpreis ebenso mit Leichtigkeit genommen hat wie die 200-Tage-Linie. Nach Weihnachten ging es darum, diesen Ausbruch zu bestätigen. Auch dies war kein Problem, im Gegenteil: Der Trend hat sich beschleunigt, Gold konnte sogar aus dem bis dahin dominierenden Trendkanal nach oben ausbrechen. Selbst die folgende Marke, nämlich 1.290 US-Dollar für die Feinunze wurde genommen, die 1.300-er Marke war schon in Reichweite, bevor eine leichte Korrektur einsetzte. Die dürfte in erster Linie den Gewinnmitnahmen geschuldet sein. Nun gilt es, die erreichten Marken nicht mehr zu unterschreiten, obwohl der Trendkanal auch einen Rückgang auf bis zu 1.240 US-Dollar je Feinunze Gold verkraften würde. Zeigt sich das Edelmetall stabiler, steht einem weiteren Anstieg auf über 1.300 US-Dollar je Feinunze nicht viel im Wege – das neue Jahr könnte also sehr dynamisch für Gold beginnen.

Schizophrene Reaktionen an den Aktienmärkten

Einen entscheidenden Einfluss hat natürlich die Entwicklung an den US-Aktienmärkten, die insbesondere zum Ende der letzten Handelswoche noch einmal zulegen konnten: Der Dow Jones konnte im Vergleich zum Vortag um 3,29 Prozent auf 23.433 Punkte klettern, der S&P500 um 3,45 Prozent auf 2.530 Punkte und der Nasdaq100 um 4,48 Prozent auf 6.420 Punkte. Das ist umso bemerkenswerter, als dass sich die Daten zum US-Arbeitsmarkt verschlechtert haben. Die Arbeitslosenquote ist gestiegen und die Märkte nahmen dies positiv auf – was auf den ersten Blick schizophren klingt, wird auf den zweiten plausibel: Offenbar sehen die Anleger eine Chance, dass die geplanten Zinsanhebungen nun doch noch ausgesetzt werden.

Darüber hinaus steigt die Erwartung, dass der Handelskonflikt zwischen China und den USA in eine Entspannungsphase eintreten könnte, die Realität bleibt abzuwarten. Da macht Donald Trump wiederum Schlagzeilen, er blockiert die US-Haushalt nach wie vor, um seinen Zaun an der Grenze zu Mexiko finanziert zu bekommen. Offenbar ist der US-Präsident dazu bereit, den Shutdown weiter auszudehnen, sollten seine Pläne nicht befürwortet werden. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Märkte die Gesamtsituation weiter so positiv einschätzen wie am Freitag – für Gold zeichnen sich aber gute Rahmenbedingungen ab.