Aktueller Goldkurs

14.12.18, 22:57 Uhr (GMT)

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Goldpreis stabilisiert und mit Potenzial nach oben

Auch wenn die Märkte sehr moderat auf die globalen Risiken reagieren, zieht die Nachfrage nach physischem Gold an. Der Goldpreis konnte sich in den letzten Tagen stabilisieren, die Aussichten hellen sich zunehmend auf.

die Nachfrage: Schweiz meldet hohe Gold-Exporte

Mit einem Sprung über die Marke von 1.250 US-Dollar für die Feinunze meldet sich das Edelmetall zurück, aktuell notiert Gold bei 1.255 US-Dollar je Feinunze. Ein Preistreiber dürfte die hohe Nachfrage nach physischem Gold sein, allein im Mai exportierte die Schweiz rund 170 Tonnen und verzeichnet damit den diesjährigen Höchstwert. Von diesen Exporten gingen rund 70 Prozent nach Asien und allen voran nach Indien. Dort droht zum 1. Juli eine Mehrwertsteuer von drei Prozent auf Gold, sodass Anleger ihre Einkäufe wohl vorgezogen haben. Im Gegenzug lieferte die Schweiz nach Hongkong und China zusammen nur reichlich 51 Tonnen Gold, was etwas unter dem Vormonatswert lag. Insgesamt präsentiert sich die Nachfrage als ausgesprochen robust.

Die Charts: Wichtige Marken zur Orientierung

Schafft es das Edelmetall über 1.256 und in der Folge 1.260 US-Dollar je Feinunze, verbessern sich die weiteren Aussichten. Allerdings kann von einer kräftigen Aufwärtsbewegung erst ausgegangen werden, sollten der Goldpreis die Marke von 1.300 US-Dollar je Feinunze reißen. Kritisch wird es hingegen, kann das Niveau von 1.250 US-Dollar für die Feinunze nicht gehalten werden.

Die Aussichten: Gold wird wieder wichtiger

Immer mehr kritische Stimmen warnen vor hohen Risiken an den Aktienmärkten, die immer wieder mit neuen Höchstständen auf sich aufmerksam machen. Den richtigen Zeitpunkt zum Ausstieg zu erwischen, dürfte sich einmal mehr als existenziell wichtig erweisen, denn dass es eine Korrektur geben wird, darüber sind sich wohl die meisten Experten einig. Es stellt sich nur die Frage nach dem Zeitpunkt. Die geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken haben viel Kapital in die Aktienmärkte getrieben, da es auf der Suche nach Rendite kaum Alternativen gibt. Weder die Daten aus den großen Volkswirtschaften noch die der Unternehmen selbst rechtfertigen die teilweise exorbitant gestiegenen Aktienkurse in keiner Weise.

Auf der anderen Seite könnten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowohl in den USA als auch in der Europäischen Union drastisch verändern: Die von Donald Trump angestrebten Reformen sind ebenso abzuwarten wie die Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien, die in den letzten Tagen aufgenommen wurde. Bislang haben sich diese Entwicklungen kaum auf die Märkte ausgewirkt, im Vergleich zur Brexit-Entscheidung vor einem Jahr hat der Goldpreis um rund 100 US-Dollar je Feinunze nachgegeben. Sollten sich nun Komplikationen abzeichnen, dürfte sich diese Entwicklung umkehren.