Aktueller Goldkurs

14.06.19, 22:58 Uhr (GMT)

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Goldpreis stabil: Gute Basis für stürmische Zeiten

Die Aussichten für Gold bleiben nach wie vor gut, auch wenn er nicht so recht von der Stelle kommen zu scheint. Ein Blick auf die wirtschaftliche Großwetterlage zeigt jedoch: Es braut sich etwas zusammen, Zeit für einen sicheren Hafen.

Gold als werthaltige Anlage – und das über Generationen hinweg

Nach dem Ausflug über 1.300 US-Dollar je Feinunze gab der Goldpreis wieder nach und rutschte in Richtung 1.270 US-Dollar je Feinunze – aber nur kurzzeitig. Seither zeigt er sich stabil über 1.285 US-Dollar je Feinunze. All diese Bewegungen, die durchaus interessante Signale für kurzfristige Tradings liefern, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Edelmetall nicht in erster Linie als Renditeobjekt taugt. ABER: Angesichts der Tatsache, dass festverzinsliche sichere Anlagen ebenso wenig Zinsen bringen, wie staatliche Renten sicher sind, stellt physisches Gold nach wie vor ein werthaltiges Investment dar – und das auch für die nächsten Generationen. Der Grund ist logisch, denn Gold oder andere Edelmetalle kommen nur selten vor und stehen begrenzt zur Verfügung – allein das spricht schon seit Jahrtausenden für Wertbeständigkeit. Nicht umsonst steigt der Goldpreis regelmäßig, wenn sich an den von Spekulationen getriebenen Börsen Turbulenzen entwickeln, die ersten Anzeichen sind derzeit nicht zu übersehen.

Die Fakten: Wirtschaftswachstum gebremst, weitere Aussichten ungewiss

Wenn von der Beschleunigung des deutschen Wirtschaftswachstums im ersten Quartal 2019 geschrieben wird, ist von gerade einmal 0,4% die Rede. Ja, die Delle aus der zweite Hälfte des Jahres 2018 ist wohl überwunden, aber Dynamik sieht doch anders aus. Die Erholung ist nämlich in erster Linie der Binnennachfrage geschuldet. Wie wird die sich aber entwickeln, wenn die Indikatoren Recht behalten? Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes zeigt nämlich ebenso wie der ifo-Geschäftsklimaindex eine deutliche Schwächephase an: Der Industrie-PMI bleibt bei 44,3 Punkten, der Ifo-Index geht um 1,3 Punkte auf 97,9 Punkte zurück – die Marktstimmung in den deutschen Unternehmen scheint sich also einzutrüben.

So erwarten Experten im zweiten Quartal nur noch ein Wachstum des deutschen BIP von 0,2% – und damit steht Deutschland bei Weitem nicht alleine da: Der EWU-Einkaufsmanagerindex für Mai verdeutlicht mit nur 47,7 Punkten sogar weiterhin eine Rezession im verarbeitenden Gewerbe, die globale Nachfrage bleibt weiterhin schwach – vor allem aus China. Im Euroraum spiegelt sich die deutsche Situation wider: Während der Dienstleistungssektor sich (noch) behaupten kann, wird die Industrie abgehängt: Der relevante PMI bleibt bei 52,5 Punkten. Damit wird auch das EWU-Wachstum bei mageren 0,2% erwartet -wie die Aktienmärkte reagieren, bleibt hier abzuwarten.