Aktueller Goldkurs

05.12.19, 11:20 Uhr (GMT)

1.367 Euro | 1.475 USD

Goldpreis: Mit Vollgas ins neue Jahr!

Mit mehr als 1.588 US-Dollar je Feinunze markierte der Goldpreis in der Nacht zum Montag einen neuen Höchststand seit 2013. Auch die zwischenzeitlich durch Gewinnmitnahmen verursachte vorrübergehende Korrektur kann nicht über den Ernst der Lage hinwegtäuschen.

Eskalierte Situation im Nahen Osten – Goldpreis steigt

Aktuell notiert das Edelmetall bei 1.578 US-Dollar je Feinunze, was ein erhebliches Plus gegenüber der letzten Handelswoche darstellt – und das nicht ohne Grund: Seit der vom US-amerikanischen Präsidenten initiierten Tötung des iranischen Generals Soleimani zieht die Nachfrage nach Gold nämlich an. Ohnehin hatte sich das Edelmetall schon seit geraumer Zeit wieder als Krisenwährung ins Gespräch gebracht, Anfang Dezember konnte sich der Goldpreis bei 1.450 US-Dollar je Feinunze stabilisieren. Diese mutwillig herbeigeführte Eskalation, die nicht auf ungeteilte Zustimmung stößt, sorgte nun für ein echtes Comeback des Edelmetalls. Donald Trump hatte nur wenige Tage nach seiner Anordnung, Soleiman im Irak töten zu lassen, am Sonntag erneut seine Drohungen verschärft. Die Wahrscheinlichkeit einer militärischen Eskalation steigt – und das verunsichert die Märkte.

Während aus Europa Forderungen zur Zurückhaltung und die Empfehlung, sich diplomatischer Wege zu bedienen, kommen, loben andere Staaten, wie beispielsweise Israel, die Aktion des US-Präsidenten. Im Iran hingegen trauerten Hunderttausende um den getöteten General, es fanden riesigen Prozessionen statt. Die Führung in Teheran hingegen hat bereits Rache angekündigt, Taten dürften wohl in Kürze folgen. Auch dazu hat sich Donald Trump geäußert, indem er nicht nur dem Iran, sondern auch dem Irak harte Vergeltungsschläge für diesen Fall angedroht hat. Dort wurde nämlich angekündigt, die nach wie vor im Land stationierten rund 5.000 US-Soldaten des Landes verweisen zu wollen. Trump äußerte daraufhin, das Land mit Sanktionen in einem nie zuvor gesehenen Ausmaß überziehen zu wollen.

Zunächst müsse nämlich der Irak die US-Bedingungen erfüllen, um einen Abzug durchführen zu können. Dazu gehöre, dass das Land die Kosten für einen Teil der von den Vereinigten Staaten vor Ort gebauten Infrastruktur zurückbezahlen müsse, wie beispielsweise für einen neuen Luftwaffenstützpunkt. Der hätte Kosten von mehreren Milliarden US-Dollar verursacht. So zumindest war aus den Journalistenkreisen zu hören, die den Präsidenten während eines Fluges mit der Air Force One begleiten durften.

Märkte reagieren: Anleger brauchen Sicherheitsstrategie

Die Aktienmärkte korrigierten ebenfalls im Zuge dieser Eskalation, das Ausmaß dürfte jedoch von der weiteren Entwicklung abhängen. Anleger sollten sich allerdings darauf einstellen, dass das neue Jahr sehr turbulent starten wird. Für den Goldpreis stehen die Vorzeichen vor diesem Hintergrund ausgesprochen gut – da ist noch einiges zu erwarten.