Aktueller Goldkurs

25.04.19, 05:49 Uhr (GMT)

1.139 Euro | 1.276 USD

Goldpreis: Die Chancen stehen (noch) gut

Nach der Korrektur vor zwei Wochen beeindruckte der Goldpreis in den letzten Tagen mit einem Sprung über 1.320 US-Dollar für die Feinunze – das blieb allerdings nur ein kurzer Ausflug. Der Aufwärtstrend ist jedoch grundsätzlich noch intakt.

Ein Blick zurück: Wie ist die Goldpreisentwicklung einzuschätzen?

Seit dem Tief im Dezember 2016, als der Goldpreis bei 1.123 US-Dollar je Feinunze notierte, ging es sukzessive bergauf – bis zu 1.366 US-Dollar je Feinunze, die im Januar 2018 für eine Feinunze gezahlt werden mussten. Der August 2018 markierte wiederum ein Jahrestief von 1.160 US-Dollar für die Feinunze, bevor sich der Aufwärtstrend wieder durchsetzen und selbst die 200-Tages-Linie in Angriff nehmen konnte. Noch im Februar konnte das Zehn-Monats-Hoch von 1.347 US-Dollar für die Feinunze verzeichnet werden. Allerdings folgte dann ein Rücksetzer auf 1.277 US-Dollar für die Feinunze, eine relevante Unterstützung musste sich beweisen – und die gilt nach wie vor.

Seither läuft ein Stabilisierungsversuch, aktuell kostet die Feinunze Gold um 1.290 US-Dollar. Sollte die genannte Unterstützungszone nach unten durchbrochen werden, wartet die nächste für den mittelfristigen Trend relevante Supportzone im Bereich von 1.243 bis 1.259 US-Dollar je Feinunze: Fällt der Goldpreis nicht nachhaltig darunter, bleiben die Chancen für einen Goldpreisanstieg zumindest im mittelfristigen Bereich erhalten. Als Zielzone kann eine Spanne von 1.358 bis 1.375 US-Dollar je Feinunze angenommen werden. Bei einem Goldpreisanstieg darüber hinaus, eröffnet sich auch langfristig ein interessantes Potenzial.

Gold: Deutlich mehr als ein Spekulationsobjekt

Die enge Korrelation des Goldpreises zum US-Dollar wird immer wieder deutlich: In den letzten Tagen stabilisierte sich der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung im Verhältnis zum Greenback – ähnliche Tendenzen sind dann auch bei Gold zu verzeichnen. Umso wichtiger ist es für Anleger, die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen im Blick zu behalten: Der nochmals verschobene Brexit hatte kaum eine Auswirkung auf den Euro, offenbar sind es die Marktteilnehmer einfach leid, dieser unendlichen Geschichte weiter Aufmerksamkeit zu schenken.

Relevanter könnten hingegen die Wirtschaftsprognosen und -meldungen sein: Hier macht die deutsche Autoindustrie Schlagzeilen, die seit dem zweiten Halbjahr 2018 sinkende Absatzzahlen verzeichnet – Tendenz weiter fallend. Diese Aussichten müssen sich naturgemäß in den Wachstumsprognosen niederschlagen. So kann es nicht erstaunen, dass die Bundesregierung die Prognosen für 2019 erneut korrigiert: Die Wirtschaft soll im Jahr 2019 nur noch um 0,5 Prozent wachsen – und das sollte hellhörig machen. Turbulente Zeiten kündigen sich an, Anleger sollten Sicherheitsstrategien entwickeln. Und da darf Gold in physischer Form auf keinen Fall fehlen.