Aktueller Goldkurs

12.12.18, 13:11 Uhr (GMT)

1.093 Euro | 1.243 USD

Gold – Pause im Aufwärtstrend?

Auf mehr als 1.127 US-Dollar je Feinunze konnte sich der Goldpreis in dieser Woche aufschwingen, bevor er zurück auf ein Niveau von 1.115 US-Dollar für die Feinunze fiel. Die weiteren Aussichten sind nicht schlecht, zumal aus der Wirtschaft alles andere als optimistische Impulse kommen. Allerdings konnte sich der Ölpreis etwas festigen, was den großen Indizes etwas Auftrieb gab.

Unsicherheit an den Märkten nehmen zu – Gold verstärkt gefragt

Die chinesischen Börsen kamen wieder ins Trudeln, die Schwellenländer kämpfen zunehmend mit den niedrigen Rohstoffpreisen, der IWF muss erste Rettungspakete schnüren und die Daten aus der US-Industrie lassen am Zeitplan für die Zinserhöhungen zweifeln: Für das als Sicherheitsanker geltende Gold sind die Rahmenbedingungen also perfekt. Dementsprechend war der Kursanstieg auf mehr als 1.127 US-Dollar für die Feinunze folgerichtig. Die Korrektur auf 1.118 US-Dollar je Feinunze dürfte in der Folge zu einem wesentlichen Teil den Gewinnmitnahmen geschuldet sein. Der Widerstand bei 1.222 US-Dollar für die Feinunze erwies sich bislang als zu stark, der Goldpreis gab bis auf 1.115 US-Dollar nach – seither pendelt er um diese Marke seitwärts.

Die Charts – neue Unterstützungen und Widerstände

Grundsätzlich ist eine Aufwärtsbewegung wahrscheinlich, allerdings sollten die 1.115 US-Dollar für die Feinunze nicht drastisch unterschritten werden. Dann könnte mit Unterstützung bei den Marken 1.106 bzw. 1.100 US-Dollar je Feinunze gerechnet werden. Sollten die 1.094 US-Dollar je Feinunze unterschritten werden, ist Vorsicht geboten. Die 1.122 US-Dollar für die Feinunze sind die nächste Herausforderung auf dem Weg nach oben, gefolgt von einem Widerstand bei 1.130 US-Dollar. Ein Break dieser Marke eröffnet den Weg auf 1.143 US-Dollar je Feinunze – und dann ist auch noch mehr möglich.

Untergangsszenarien oder gebotene Vorsicht?

Es mehren sich in den letzten Tagen die Stimmen, die einen kompletten Ausstieg aus Aktien empfehlen – ein Crash wird als unvermeidlich angekündigt. Es spricht auch vieles dafür, da sämtliche Interventionen der Zentralbanken weltweit bislang keine nachhaltigen Erfolge zeitigen konnten, im Gegenteil. Auch die Ankündigungen der FED, den zeitlichen Fahrplan für die avisierten Zinsanhebungen strecken zu wollen, tragen nicht dazu bei, das Vertrauen in die Märkte wieder herzustellen – von den ohnehin besorgniserregenden Daten zur US-Industrie einmal ganz abgesehen. Der sich stabilisierende Ölpreis konnte zwar etwas stimulieren, allerdings darf nicht verkannt werden, dass diese Entwicklung auf eine Einigung zwischen Russland und Saudi-Arabien zur Drosselung der Produktion zurückzuführen ist. Und das iranische Öl ist noch nicht am Markt – für Gold dürfte es in den nächsten Wochen interessant werden.