| Rohstoff | Datum, Uhrzeit | aktueller Preis | Preis Vortag | +/-* | %* | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Blei | ![]() |
18.05.2012 09:08:19 | 1969 USD | 1942 | 27 | 1.37 |
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Blei ist ein sehr geschichtsträchtiges Schwermetall. Bereits die alten Römer verwendeten es für den Bau ihrer
Wasserleitungen oder zu militärischen Einsatzzwecken. Im Mittelalter fand Blei dann vor allem im Bausektor Einsatz
im Bereich von Dächern und Fenstern, aber auch im Buchdruck und weiterhin im militärischen Bereich. Zu Beginn des 20.
Jahrhunderts erlebte Blei seinen Höhepunkt und war das wichtigste industriell genutzte Nichteisenmetall.
Aufgrund des gesundheitsgefährdenden Charakters von Blei wurden die Anwendungsgebiete in der jüngsten Vergangenheit
aber immer weiter eingeschränkt.
Neben dem giftigen Charakter besitzt Blei aber auch positive Eigenschaften. Es zeichnet sich besonders durch eine hohe
Dichte aus, weshalb es als Gewicht Verwendung findet. Es ist zudem leicht formbar und besitzt einen niedrigen Schmelzpunkt.
Seine Abschirmwirkung schützt vor Röntgen- und radioaktiver Strahlung und macht es für die Medizintechnik und
Atomindustrie nutzbar. Hauptverwendungszweck ist, aufgrund seiner elektrochemischen Eigenschaften, jedoch die
Batterieherstellung (71 Prozent) und hier im Speziellen die Automobilindustrie.
Das Angebot an Blei resultiert neben der Herstellung aus geförderten Bleierzen in besonderem Maße aus Recyclingmaßnahmen.
Die Gesamtproduktion lag 2008 bei 8,719 Millionen Tonnen wovon 3,885 Millionen Tonnen (45 Prozent) der Wiederverwertung
entstammen. Daher liegt die Bleiproduktion in vielen Ländern auch deutlich oberhalb der Minenförderung des Schwermetalls.
Von besonderer Bedeutung in beiden Bereichen sind die USA und China. Australien hingegen nimmt bei der Förderung Rang
zwei ein, wohingegen die Produktion weltweit nachrangig zu bewerten ist. Anders ist der Fall für Deutschland.
Hier liegt keine Minenförderung vor, dennoch liegt die Produktion im globalen Mittelfeld.
Weltweit geht man derzeit von 67 Millionen Tonnen wirtschaftlich abbaubarer Vorräte aus. Die größten Reserven befinden
sich in China, den USA, Australien, Russland und Kanada.
Verwendung findet Blei wie bereits erwähnt in erster Linie in der Automobilindustrie. Weitere Nachfrage kommt aus der
Chemiebranche (12 Prozent) und dem Bausektor (7 Prozent) sowie der Munitionsherstellung (6 Prozent). Vor allem die
asiatische Nachfrage hat in den vergangenen Jahren strak angezogen und macht bereits zwischen 40 und 50 Prozent aus.
Wichtigster Handelsplatz für Blei ist die London Metal Exchange (LME). Der dort gehandelte "LME Lead Future" notiert in US-Dollar je Tonne bei einer Kontraktgröße von 25 Tonnen. Ein Handel des Futures ist von 20.00 Uhr bis 19.45 Uhr in Kombination von Parketthandel und elektronischer Plattform möglich.
Januar 1999 bis Dezember 2008
jährliche Rendite n/a
Volatilität n/a
Januar 2005 bis Dezember 2008
jährliche Rendite -3,24%
Volatilität 50,177%
Januar 2008 bis Dezember 2008
jährliche Rendite -66,39%
Volatilität 70,530%