Aktueller Goldkurs

17.11.17, 18:03 Uhr (GMT)

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Zentralbanken mit Verlusten wegen Gold-Tief

Der Goldpreis konnte in dieser Woche deutlich zulegen und notiert am Freitagabend bei 1.244,- US-Dollar je Feinunze. Für den positive Entwicklung sorgte ein schwacher US-Dollar, der nach dem US-Arbeitsmarktbericht unter Druck geriet. Im Dezember sank die Arbeitslosenquote von 7,0 auf 6,7 Prozent. Allerdings wurden mit 74.000 neuen Stellen, weniger Jobs geschaffen als erwartet wurde.

Die US-Notenbank Fed macht ihre Entscheidung über die zukünftige Geldpolitik in erster Linie von der Entwicklung am US-Arbeitsmarkt abhängig. Sollte sich der Arbeitsmarkt verbessern, drohen die Einstellung der Anleihenkäufe und steigende Zinsen. Diese Entscheidung dürfte dann Gold weiter belasten.Wie aus dem veröffentlichen Protokoll der vergangenen Fed-Sitzung vom 17./18. Dezember hervorgeht, könnte die US-Notenbank schon in den nächsten Monaten ihre Stützungskäufe am Anleihenmarkt weiter zurückfahren.

Zentralbanken mit Verlusten wegen Gold-Tief

Die Zentralbanken der Welt gelten als die größten Goldanleger. Wegen des Kurstiefs beim goldenen Edelmetall müssen deshalb die Notenbanken Milliardenverluste hinnehmen. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) musste etwa einen Verlust in Höhe von neun Milliarden Schweizer Franken (7,3 Milliarden Euro) hinnehmen. Insgesamt verlor der Goldbesitz rund 15 Milliarden Schweizer Franken an Wert. Die Schweiz hält seit jeher große Goldreserven. Wegen der Verluste werde es nun keine Gewinnausschüttungen für Aktionäre sowie Bund und Kantone geben.

ETF-Bestände sanken im Dezember

Die Goldbestände der ETFs sanken auch im Dezember 2013 um 79,1 Tonnen. Damit lagen die Bestände zum 2. Januar 2014 nur noch bei 1.759 Tonnen, dem niedrigsten Stand seit Oktober 2009.