Aktueller Goldkurs

17.01.17, 08:00 Uhr (GMT)

1.144 Euro | 1.211 USD

Unentschiedenheit im Gold – zumindest kurzfristig

Er kommt nicht so recht vorwärts, obwohl die Märkte nach wie vor von Unsicherheit geprägt sind: Der Goldpreis konnte sich immer noch nicht befreien, der große Aufwärtstrend besteht jedoch ungebrochen fort.

Gewinnmitnahmen schwächen den Gold-Markt

Der Ausflug über die 1.340 US-Dollar für die Feinunze war für viele Investoren das Signal, ihre Gold-Gewinne auch zu realisieren. Die Folge: Der Goldpreis rutschte unter 1.320 US-Dollar je Feinunze. Trotzdem sollten Anleger entspannt bleiben, denn erst die kritische Marke von 1.300 US-Dollar für die Feinunze sollte eine generelle Trendwende einleiten. Bislang ist die große Aufwärtsbewegung, die bereits seit Ende 2015 zu verzeichnen ist, jedoch in Takt. Sollte sich das Edelmetall wie erwartet stabilisieren und wieder auf über 1.328 US-Dollar je Feinunze ansteigen, darf auch kurzfristig mit positiven Entwicklungen gerechnet werden. Eine wichtige Marke liegt bei rund 1.343 US-Dollar für die Feinunze, deren Überschreiten den Weg für schöne Gewinne freimacht.

Globale Lage bleibt unübersichtlich

Nach dem ersten Aufeinandertreffen der US-Präsidentschaftskandidaten ist noch gar nichts entschieden, selbst die FED hält sich mit weiteren Prognosen zurück – von vagen Andeutungen einmal abgesehen. Vor dem November dürften von dieser Seite also keine Impulse zu erwarten sein. Ebenso unklar ist, ob die Willenserklärung der OPEC, die Ölförderung drosseln und damit den Ölpreis stabilisieren zu wollen, auch wirklich mit Leben erfüllt wird. Von russischer Seite ist bereits zu lesen, dass die aktuellen Mengen beibehalten werden sollen. Die Märkte reagierten zunächst euphorisch mit einem kräftigen Anstieg der Öl- und Aktienpreise, die Ernüchterung dürfte auf den Fuß folgen.

Andererseits machen Meldungen die Runde, die die Nachfrage nach Gold schon aus Sicherheitsgründen heraus befördern könnten: Die größte deutsche Bank steht offensichtlich auf wackeligen Füßen, auch wenn die Verantwortlichen dies naturgemäß dementieren. Allein das Zusammenzählen der im Raum stehenden Strafzahlungen zeigt die Brisanz der Situation, bei Einbeziehung der widersprüchlichen Investitionsstrategie der letzten Jahre wird das Bild noch bedrohlicher. Da auch andere Bankhäuser in Europa betroffen sind, lässt sich die Gefahr einer erneuten Bankenkrise nicht von der Hand weisen.

Ein Blick in den Nahen und Mittleren Osten taugt auch nicht zur Beruhigung, zwischenzeitlich zeichnet sich in Syrien ein Konflikt zwischen den USA und Russland deutlich ab. Die Auswirkungen spürt Deutschland bereits heute, sollten sich die Auseinandersetzungen verschärfen, dürfte dies nur der Anfang gewesen sein. Bislang fehlt ein entschiedenes Eingreifen der EU, die sich in keiner Frage zu seinem solidarischen Handeln durchringen kann. Für ein Goldinvestment spricht also vieles, der aktuelle Goldpreis eröffnet gute Chancen.