Aktueller Goldkurs

14.08.18, 16:25 Uhr (GMT)

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Präsident Trump schockt erneut: Goldpreis erobert wichtige Marke zurück

Der mit Spannung erwartete Gipfel mit Kim Jong Un fällt aus – US-Präsident Donald Trump garnierte seine Absage mit einer erneuten Drohung in Richtung Nordkorea. Die Märkte reagierten unerwartet stark, was nicht zuletzt dem Goldpreis wieder auf die Sprünge half.

Und sie reagieren doch: Börsen präsentieren sich volatil

Auch wenn den Börsen nachgesagt wird, dass sie politische Turbulenzen nur mit kurzfristigen Bewegungen verarbeiten, scheinen aktuell die Störimpulse überhand zu nehmen: Der jüngste Coup des US-Präsidenten, nämlich die Absage des groß angekündigten Treffens mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un, verlängert die Reihe der Konflikte um einen weiteren. Besonders brisant ist dabei die Drohung mit dem enormen militärischen Potenzial, das die USA jederzeit aktivieren können. Im Zusammenspiel mit den angekündigten Zöllen, den Konflikten im Iran und in Bezug auf Chinas Handel ergibt sich eine Kulisse, auf die die Börsen reagieren mussten.

So ließ nicht nur der Dow Jones kräftig Federn, auch die anderen großen Indizes waren betroffen. Bemerkenswert ist jedoch: Zeichnet sich bei einem der schwelenden Konflikte auch nur eine leichte Entspannung ab, nehmen auch die Börsen schnell wieder Schwung auf – es dürfte also künftig deutlich volatiler werden. Der Euro konnte im Verhältnis zum US-Dollar von dieser Entwicklung etwas profitieren, kletterte wieder über 1,17 US-Dollar – und zog auch Gold wieder über eine wichtige Marke.

Goldpreis profitiert von schwächerem US-Dollar

Der für den Goldpreis so wichtige US-Dollar geriet in den letzten Tagen unter Druck, es wird bereits von einer breit angelegten Schwäche gemunkelt. Der Euro konnte in der Folge ebenso zulegen wie der japanische Yen, denn japanische Anleger führten in diesem unsicheren Umfeld ihr Kapital verstärkt zurück in die Heimat. Auch aus den USA gab es Signale, die der US-Währung das Wasser abgraben: Einerseits will die FED den Leitzins wahrscheinlich langsamer anheben, andererseits überstieg die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung mit 234.000 deutlich die Erwartungen, was durchaus auf eine doch nicht so dynamische Entwicklung der US-Wirtschaft hindeutet. Im Gegenzug hielten die Wirtschaftsdaten aus dem EU-Raum das, was zuvor prognostiziert worden war.

Der US-Dollar gab nach, der Goldpreis steigt – diese Korrelation bestätigt sich immer wieder: Die wichtige 200-Tage-Linie von 1.300 US-Dollar für die Feinunze wurde wieder durchbrochen, aktuell notiert das Edelmetall bei 1.303 US-Dollar je Feinunze. Behauptet sich Gold oberhalb dieser Marke, könnten sich die Aussichten deutlich verbessern. Die globalen Krisen sind natürlich der entscheidende Treiber für die schnellen Reaktionen, die jedoch angesichts der Vielzahl und des Gefahrenpotenzials der Konflikte wahrscheinlich nachhaltiger ausfallen dürften.