Aktueller Goldkurs

17.01.18, 04:16 Uhr (GMT)

1.130 Euro | 1.339 USD

Investoren verkaufen – Privatanleger nutzen niedrige Preise

Der Goldpreis entwickelte sich in dieser Handelswoche seitwärts und notierte am Freitagabend zu Börsenschluss bei 1.384,- US-Dollar je Feinunze.

Für die nächste Woche rechnet die Mehrheit der Analysten mit steigenden Notierungen: Laut einer Bloomberg-Umfrage gehen 41 Prozent der 29 befragten Analysten von einem steigenden Goldpreis aus, während 31 Prozent weiter fallende Notierungen erwarten. Insbesondere institutionelle Anleger sind derzeit bereit Gold zu kaufen um von der Hausse an den Aktienmärkten zu profitieren.Die gehaltene Goldmenge des weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares fiel abermals von 1.020,07 Tonnen auf 1018,57 Tonnen – der niedrigste Stand seit Februar 2009. Alle Gold-ETFs zusammen halten derzeit noch Edelmetall-Bestände im Gesamtwert von rund 65 Milliarden US-Dollar, was den niedrigsten Stand seit April 2011 bedeutet.

Privatanleger nutzen niedrige Preise

Während Finanzinvestoren derzeit auf die höhere Renditen am Aktienmarkt schauen, nutzen viele Privatanleger den Abwärtstrend der vergangenen Wochen um günstig Gold nachzukaufen. Der Goldhändler Pro Aurum berichtet von einem großen Interesse. Bei der Versorgung von Krügerrand-Münzen soll es sogar zu Engpässen kommen. Das Interesse am Golderwerb liege noch immer 50 bis 70 Prozent über dem Niveau vom Februar, sagte Geschäftsführer Robert Hartmann. Die Rekordjagd an den Aktienmärkten lässt sich jedoch weitgehend auf die sehr lockere Geldpolitik der Notenbanken und die Anleihenkäufe der US-Notenbank Fed zurückführen. Und die könnte schon früher als erwartet zu Ende sein, was die Aktienmärkte wohl deutlich belasten würde.