Aktueller Goldkurs

17.01.18, 09:55 Uhr (GMT)

1.128 Euro | 1.336 USD

In gold we trust – Edelmetall behauptet sich

Der Dax eroberte, zumindest kurzfristig, die 10.000-er Marke, der US-Dollar erweist sich nach wie vor als stark – doch auch Gold konnte insbesondere zum Wochenbeginn einen kräftigen Gewinn verzeichnen. In den letzten Tagen machten sich dann zwar die Gewinnmitnahmen bemerkbar, trotzdem kämpft sich das Edelmetall zurück.

Börsen mit Rücksetzern – Gold bleibt stabil

Die nach wie vor durch die geldpolitischen Maßnahmen der Notenbanken stark beflügelten Börsen hatten in dieser Woche einige Dämpfer zu verkraften. Zum einen hat China die Regelungen zur Sicherung kurzfristiger Kredite geändert, Unternehmensanleihen mit schwacher Bonität werden nicht mehr akzeptiert. Zum anderen geraten bereits einige auf Fracking-Technologie ausgelegte Unternehmen in Schwierigkeiten, der extrem niedrige Ölpreis lässt sie in die roten Zahlen driften. Probleme am Aktienmarkt verstärken die Zuflucht in sichere Anlagen – der Goldpreis konnte bis auf 1.237 US-Dollar je Feinunze klettern, bevor er wieder auf 1.216 US-Dollar korrigierte, um sich daraufhin wieder zu stabilisieren. Aktuell notiert er um die 1.222 US-Dollar je Feinunze – wie geht es aber weiter?

Goldnachfrage – im Wachsen begriffen

Die bereits das Angebot überschreitende Goldnachfrage wird durch die Gesetzesänderungen in Indien noch beflügelt, die Beschränkungen für die Einfuhr des Edelmetalls wurden aufgehoben. Nun machen sich Gerüchte breit, dass auch China mit einer Lockerung liebäugelt: Die chinesische Notenbank soll demnach ebenfalls die aktuellen Einfuhrbeschränkungen überdenken, was für Banken und Bergbaufirmen eine attraktive Möglichkeit des verstärkten Ankaufs bedeuten würde. Auch aus der Türkei sind positive Nachrichten zu vernehmen, im November wurde soviel Gold importiert, wie dies seit sechs Jahren nicht mehr der Fall war. Die US-amerikanische Münzprägeanstalt hat in der ersten Dezemberwoche Goldmünzen mit einem Volumen von 16.500 Feinunzen verkauft – die starken Vormonate könnten eine Fortsetzung erfahren.

Die Hintergründe sind sicher vielfältig, vor allem die zunehmenden Unsicherheiten im Bezug auf die Wirtschaftsentwicklung dürften aber entscheidenden Einfluss ausüben. In Europa sinkt die Inflation, das Wachstum hat noch immer keinen nachhaltigen Impuls erhalten und die Verschuldungsthematik verschärft sich aktuell. Ebenso machen die Staatsfinanzen der USA von sich reden, die Schulden haben die 18 Billionen US-Dollar überschritten. Politische Turbulenzen, wie in Frankreich, Griechenland oder Italien, sind nicht zu vermeiden, die Auffassungen zum weiteren Vorgehen klaffen weit auseinander. Aber auch in den USA nehmen die Unruhen zu, vor allem der sich rasant ausbreitende Niedrig-Lohn-Sektor macht auf die grassierenden Probleme aufmerksam.

Im Gegensatz dazu hat Gold sich als sichere Anlage bewährt, selbst die größten Korrekturen konnten der langfristigen Wertsteigerung nichts anhaben, aber auch kurzfristige Gewinne lassen sich immer wieder generieren.