Aktueller Goldkurs

17.08.18, 23:00 Uhr (GMT)

1.042 Euro | 1.187 USD

Goldpreis: Widerstände eindrücklich durchbrochen – auf geht´s nach oben!

In den letzten Tagen machte Gold eine wahre Achterbahnfahrt durch: Rutschte der Goldpreis zunächst auf unter 1.110 US-Dollar je Feinunze durch, holte er offensichtlich nur Schwung, um sich in lange nicht mehr gesehene Höhen aufzuschwingen. Aktuell strebt er auf 1.150 US-Dollar zu – und das innerhalb von zwei Tagen.

Die FED und ihre Protokolle

Zunächst machte sich die Ungewissheit darüber breit, was genau nun die Protokolle der FED-Sitzung an Signalen für eine Zinserhöhung beinhalten könnten. Allerdings kam die Ernüchterung schnell und drastisch, denn es besteht im Offen-Markt-Ausschuss alles andere als Einigkeit – die Märkte interpretierten die Aussagen als Absage und reagierten prompt: Die großen Indizes verloren in den letzten Tagen ordentlich an Substanz, für den DAX sehen die Indikatoren sogar einen Abstieg auf unter 10.000 Punkte. Gold hingegen testete zunächst die Widerstände, um sie mit Bravour und einem großen Satz zu meistern. Vor allem die Marke von 1.133 US-Dollar war wichtig – hier gibt es nun noch Luft von rund 50 US-Dollar nach oben.

Wirtschaftsdaten und ihre Auswirkungen

Natürlich preisen die Märkte auch die chinesischen Unwägbarkeiten ein: Je mehr die chinesische Notenbank interveniert, desto größer wird die Sorge, dass es mit der Wirtschaft schlimmer steht, als zunächst angenommen. Allerdings sorgt ein veränderter Blickwinkel hier für Beruhigung, so massiv hat die chinesische Währung nicht abgewertet – jedenfalls im Vergleich mit anderen Währungsturbulenzen. Auf der anderen Seite kann die US-Wirtschaft nicht wirklich überzeugen, trotz extrem niedriger Öl-Preise fehlt der starke Impuls, der auch eine FED zum Handeln animieren könnte. Der Blick in die Europäische Union lässt auch nichts Gutes erwarten, Griechenland wurde zwar erneut “gerettet”, die Fragen zur Nachhaltigkeit der beschlossenen Maßnahmen mehren sich allerdings: Wie soll das wirtschaftlich so schwache Land angesichts der auferlegten Sparmaßnahmen überhaupt Wirtschaftswachstum generieren? Bislang fehlt hier auch noch ein klares Signal seitens des Internationalen Währungsfonds, der sich Zeit bis Oktober nimmt, um seine Beteiligung am Hilfsprogramm zu überdenken. Es fließt also zunächst Geld nach Griechenland, um Zins und Tilgung bestehender Verbindlichkeiten bestreiten zu können – eine Lösung für das Problem ist trotzdem nicht in Sicht.

Gold und die weiteren Aussichten

Vor dem Hintergrund der korrigierenden Aktien-Märkte wurde Gold aktuell als unterbewertet bezeichnet – ein klares Signal, das Sicherheiten stärker nachgefragt werden. Für das Edelmetall zeichnet sich ein schöner Aufwärtstrend ab, der durchaus bis zu 1.180 US-Dollar im ersten Stepp reichen könnte. Allen Unkenrufen der Hedge-Fonds und Gewinnmitnahmen zum Trotz geht es ordentlich bergauf – und ein Ende ist aktuell nicht in Sicht.