Aktueller Goldkurs

17.01.17, 03:48 Uhr (GMT)

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Goldpreis weiterhin im Aufwärtstrend – trotz der aktuellen Korrekturen

Der Goldpreis rutschte bis auf 1.310 US-Dollar je Feinunze durch und doch gibt es keinen Grund zur Panik: Der Aufwärtstrend für Gold ist nach wie vor intakt. Aktuell konsolidiert der Goldpreis, was vor allem den massiven Netto-Long-Positionen der Spekulanten geschuldet ist. Derzeit sprechen schon die zahlreichen internationalen Konflikte für einen weiteren Kursanstieg.

Gold: Konsolidierungsphase noch im Gange

Sämtliche Edelmetalle haben in den letzten Tagen eine Korrektur durchlaufen, der Goldpreis driftete sogar in Richtung 1.300-er Marke, konnte sich aber bereits wieder erholen. Geschuldet ist die Konsolidierung der Überhitzung durch spekulative Finanzinvestoren, die mit einem großen Bestand an Netto-Long-Positionen für einen zusätzlichen Preisauftrieb gesorgt hatten – und nun ihre Gewinne realisieren. Gleichzeitig konnten sich die Aktienmärkte erholen und zu neuen Höhen aufschwingen, allen voran markierte der Dow Jones einen neuen Rekordwert. Selbst die Erwartungen, dass die Zinsen wieder angehoben werden könnten, haben zugenommen – die praktische Umsetzung zeichnet sich jedoch noch nicht ab.

Erstaunlich ist, wie gelassen die Märkte den Putschversuch in der Türkei hingenommen haben. Trotzdem sind Auswirkungen zu verzeichnen, vor allem die Türkische Lira hat einen drastischen Absturz zu verkraften. Die schwache einheimische Währung ließ den Goldpreis in der Türkei derart ansteigen, dass die logisch erscheinenden Goldkäufe stark gebremst wurden. Anders gestaltet sich die Situation in Russland und in China: Die dortigen Zentralbanken haben ihre Goldreserven erneut ausgebaut, mit einem Zuwachs von rund 600.000 Unzen oder 18,7 Tonnen wurde im letzten Monat der höchste Goldankauf seit Januar verzeichnet.

Weitere Aufwärtsbewegung nur eine Frage der Zeit

Die Situation für das Edelmetall ist weiterhin positiv, sind die Gewinnmitnahmen abgeschlossen, sollte sich der Aufwärtstrend wieder durchsetzen – schon aktuell strebt Gold wieder die 1.330 US-Dollar-Marke für die Feinunze an. Selbst bei anhaltendem Verkaufsdruck konnten die 1.300 US-Dollar für die Feinunze gehalten werden, die nächste Unterstützung liegt dann bei 1.284 US-Dollar für die Feinunze. Allerdings gehen die Experten einhellig vom Gegenteil aus, angesichts der globalen Situation ist das auch nachzuvollziehen.

Es ist nicht nur die Türkei, die jedoch mit dem verhängten Ausnahmezustand und der sich abzeichnenden Wiedereinführung der Todesstrafe zu einem Risikofaktor wird, es sind auch die Probleme in der EU selbst: Der Brexit wird kommen – aber erst 2019. Bis dahin sind natürlich eine ganze Reihe von Fragen zu klären, eine schnelle Lösung ist weder sinnvoll, noch ist sie machbar. Für die Wirtschaft kündigt sich also eine Hängepartie an. Nicht zu verachten ist die “Ansteckungsgefahr” – die zunehmende Unsicherheit spricht eindeutig für ein Gold-Investment.