Aktueller Goldkurs

18.07.18, 22:28 Uhr (GMT)

1.057 Euro | 1.228 USD

Goldpreis weiter stabil – gute Aussichten für Goldanleger

Auch wenn der Goldpreis etwas korrigierte, behauptet das Edelmetall mit knapp 1.350 US-Dollar je Feinunze doch eine starke Position. Der enge Zusammenhang mit der US-Währung wurde in den letzten Tagen eindrücklich demonstriert.

Goldstimmung hellt sich weiter auf

Mit einem Anstieg um mehr als 100 US-Dollar je Feinunze seit Mitte Dezember hat sich Gold wieder zurück in den Fokus der Anleger gekämpft. Insbesondere außerhalb des Dollarraumes profitierten Goldkäufer vom schwachen Dollarkurs, die anziehende Nachfrage stützte den Goldpreis naturgemäß. Ein Blick auf den kaum veränderten Goldpreis in Euro zeigt klar auf, dass es die Schwäche der US-Währung ist, die dem Goldpreis effektiv Auftrieb verleiht. Wurde das Edelmetall bislang offenbar als Absicherung gegen den fallenden US-Dollar eingesetzt, dürften Anleger auf lange Sicht auch die Inflation sowie Extremereignisse im Blick haben. Angesichts der wachsenden Risiken an den jüngst volatilen Aktienmärkten stehen die Vorzeichen nicht schlecht, dass der Goldpreis die kräftige Widerstandszone um 1.350 US-Dollar nachhaltig überwindet.

US-Dollar weiter unter Druck: Zufall oder Strategie?

Die FED hält an ihrer Geldpolitik fest, das war erwartet worden – der Goldpreis zeigte somit auch keine Reaktionen. Der in den FED-Kommentaren vermittelte Optimismus in Bezug auf die US-Wirtschaft macht die nächste Zinsanhebung im März wahrscheinlich, aber auch dieser Schritt ist bereits komplett eingepreist und sollte keine Verwerfungen hervorrufen. Wichtiger bleibt also der Dollarkurs, der Anfang dieser Handelswoche leicht zulegen konnte, aktuell aber wieder in Richtung 1,25 im Verhältnis zum Euro tendiert. Hier ist angesichts der Abschottungsbestrebungen in den USA aber kaum eine Erholung zu erwarten – im Gegenteil. Der sich abzeichnende Handelskrieg könnte vielmehr zu unruhigen Finanzmärkten führen, was wiederum den Goldpreis weiter in die Höhe treiben dürfte.

Im globalen Maßstab könnte Indien interessant werden, dort hatte der Finanzminister den neuen Haushalt vorgestellt. Die erwartete Aussage zur Importsteuer auf Gold blieb jedoch aus. Es war zunächst spekuliert worden, dass es eine Senkung geben würde und die Goldnachfrage in Indien kräftig steigen könnte. Als weiterer Faktor kommt China hinzu, dort findet am 16. Februar das Neujahrsfest statt, zu dem traditionell Gold gekauft wird. China ist ohnehin der größte Goldnachfrager, ein zusätzlicher Anstieg würde sich demzufolge positiv auf den Goldpreis auswirken. Goldanleger sollten also den US-Dollar und die chinesische Nachfrage im Blick behalten, hier dürften die wichtigen Signale für die weitere Goldperformance generiert werden. Alles in allem sind die Voraussetzungen für einen weitere Preisanstieg bereitet – sowohl die wichtigen Aktienmärkte als auch die Kryptowährungen sind unter Druck geraten, Sicherheiten werden also künftig immer wichtiger.