Aktueller Goldkurs

17.08.18, 23:00 Uhr (GMT)

1.042 Euro | 1.187 USD

Goldpreis weiter im Abwärtsmodus – wie lange noch?

Einige Unterstützungslinien haben sich als wenig beständig erwiesen, selbst die wichtige Marke von 1.216 US-Dollar je Feinunze wurde teilweise unterboten – der Goldpreis ringt um Stabilität. Und doch sollten Anleger das Edelmetall nicht abschreiben.

Goldpreis kämpft gegen Abwärtssog

Nach einem schnellen Fall auf 1.212 US-Dollar je Feinunze setzte zunächst eine Gegenbewegung ein, die jedoch jäh bei knapp 1.230 US-Dollar für die Feinunze gestoppt wurde – aktuell notiert das Edelmetall bei 1.222 US-Dollar je Feinunze. Die wichtige Unterstützung bei 1.216 US-Dollar hat somit gehalten. Von hier aus könnte es noch deutlich tiefer gehen, rein technisch gesehen gäbe es dann erst bei 1.180 US-Dollar je Feinunze einen weiteren Stopp. Nicht zu verkennen ist die Sogwirkung, die regelmäßig durch Abverkäufe ausgelöst wird und den Abwärtstrend weiter verstärken könnte.

Dabei ist Gold derzeit absolut unterbewertet, wie ein Blick auf die Dow-Gold-Ratio aufzeigt: Das Verhältnis des Punktestandes des Dow Jones Industrial Average Index zum aktuellen Goldpreis ist derzeit nämlich so hoch, wie es seit elf Jahren nicht mehr der Fall war. Damals standen sich ein Goldpreis von 680 US-Dollar je Feinunze und 14.000 Punkte im Dow Jones gegenüber. Die Folgen sind bekannt: Die Aktienmärkte brachen ein, der Goldpreis stieg rasant an. Der Unterschied zu heute: Gold ist kaum gefragt, Marktteilnehmer blenden die zahlreichen Risiken offenbar aus. Und doch ist Gold derzeit überverkauft, außerdem steht die beste Saison für das Edelmetall ab September vor der Tür.

Indizien für einen steigenden Goldpreis

Natürlich lässt sich nicht ausschließen, dass der Goldpreis noch weiter nachgibt. Aber: Es gibt auch einige Anzeichen, die Anlass zur Hoffnung geben. So rutschen zum Beispiel die Goldaktien nicht mehr ab, neigen sie doch eigentlich dazu, jede Abwärtsbewegung im Goldpreis mitzumachen. Derzeit lässt sich jedoch konstatieren, dass die relevanten Goldaktien, wie zum Beispiel IDM Mining, bereits eine Bodenbildung hinter sich und angesichts neu erschlossener Vorkommen ein spannendes zweites Halbjahr vor sich haben. Das könnte ein gutes Vorzeichen dafür sein, dass sich das angesichts des globalen Umfelds unterbewertete Edelmetall in absehbarer Zeit erholt.

Der niedrige Goldpreis könnte nämlich an sich das Interesse der Anleger wieder erwecken, zumal volatile Märkte, politische und wirtschaftliche Verwerfungen sowie eine anziehende Inflation schnell zum Umdenken führen können. Vor dem Hintergrund der Wirtschaftsdaten, die allen Turbulenzen zum Trotz ausgesprochen solide sind, ist ohnehin von einer steigenden Inflationsrate auszugehen. Die FED reagiert dementsprechend, weitere Zinsanhebungen sind wahrscheinlich – auch wenn US-Präsident Donald Trump dagegen wetterte und die eigene Währung unter Druck setzte.