Aktueller Goldkurs

21.07.17, 04:46 Uhr (GMT)

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Goldpreis: Tief Luft holen, konsolidieren und weiter steigen

Das Edelmetall hat eine kleine Ruhepause eingelegt, der Widerstand bei 1.380 US-Dollar für die Feinunze war zu stark – noch, möchten wir an dieser Stelle hinzufügen. Für alle Anleger, die noch etwas Bedenkzeit benötigt haben, dürften sich aktuell wieder interessante Möglichkeiten zum Einstieg ergeben.

Brexit wird kommen – nur eine Frage der Zeit

Es hat sich einiges getan in der letzten Woche, was so nicht zu erwarten war: Premierminister Cameron ist nun doch schon zurückgetreten, nachdem sich seine Partei auf eine geeignete Nachfolge einigen konnte. Seine bisherige Innenministerin Theresa May übernimmt als Brexit-Gegnerin die Verantwortung und holt sich mit Boris Johnson als Außenminister und David Davis als speziellen Brexit-Minister die stärksten Befürworter ins Boot. Damit dürften Fakten geschaffen worden sein, auch wenn die Umsetzung nun erst einmal in aller Ruhe geplant werden muss – ein Exit vom Brexit ist damit vom Tisch.

Terror in Frankreich – Europa in den Grundfesten erschüttert

Ein perfider Anschlag in Nizza hat den Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag ein dramatisches Ende gesetzt. Brutal fuhr der Attentäter mit dem geliehenen LKW durch die Menschenmenge, erst die Schüsse der Polizei konnten ihn stoppen. Den vielen Verletzten und Angehörigen der Opfer gehört unser Mitgefühl. Aber auch Unsicherheit macht sich breit und Wut: All die ergriffenen Maßnahmen haben offensichtlich kaum Wirkung, dem Terror ist so nicht beizukommen. Hier fehlen nachhaltige Strategien, die sowohl die Auseinandersetzung mit dem IS als auch die Herkunftsländer der vielen Migranten umfassen müssen.

Märkte reagieren kaum auf wachsende Unsicherheiten

Angesichts dieser Entwicklungen lässt sich die ausbleibende Reaktion an den Märkten nur auf eines zurückführen: Die Investoren gehen zur Tagesordnung über, das ist alles so weit weg und nicht greifbar. Einerseits ist diese Normalität positiv, schließlich dürfen die Terroristen nicht dadurch gewinnen, dass sie das gewünschte Chaos tatsächlich verursachen. Andererseits werden sich die Folgen aber über kurz oder lang bemerkbar machen – vor allem beim Brexit. Noch lässt sich nicht genau sagen, welcher Aufwand mit dem Austritt aus der EU verbunden sein wird. Eines ist aber klar: Die eng verflochtene Wirtschaft muss mühsam auseinander dividiert werden, um neue Verträge aufsetzen und Regelungen finden zu können.

Sicherheitsstrategien entwickeln – Gold als probates Mittel

So ist es nicht verwunderlich, dass Gold sowohl physisch als auch in Form von ETFs stark nachgefragt ist. Auch der aktuelle Rücksetzer auf 1.330 US-Dollar für die Feinunze sollte nicht beunruhigen, sondern als Einstiegschance wahrgenommen werden. Solange der Goldpreis nicht wieder auf 1.260 US-Dollar fällt, ist kaum Gefahr im Verzug – im Gegenteil.