Aktueller Goldkurs

17.01.18, 08:18 Uhr (GMT)

1.126 Euro | 1.334 USD

Goldpreis stabil – mit Potenzial nach oben

Nach der ordentlichen Rallye in der letzten Woche legte der Goldpreis in den letzten Tagen eine kleine Verschnaufpause ein, konnte allerdings zum Wochenende hin wieder Schwung aufnehmen: Die Marke von 1.200 US-Dollar für die Feinunze wurde sicher verteidigt. Die Aussichten: Da gibt es noch Luft nach oben.

Zwischenspurt bei Aktien und US-Dollar – Goldpreis hält inne

Es reichte die Meldung, dass Saudi-Arabien und Russland sich auf ein Einfrieren der Ölförderquoten auf dem aktuellen Stand geeinigt hätten, um die Ölpreise und in der Folge die großen Aktienindizes kräftig zu beleben. Nicht einmal die Wirtschaftsdaten aus Japan oder China wirkten sich negativ aus – bislang. Einerseits spielt hier wohl die Hoffnung, dass die Zentralbanken einmal mehr in ihre Trickkisten greifen, eine wichtige Rolle. Andererseits konnten aber einige Unternehmenswerte mit ihren positiven Ergebnissen für einen Auftrieb sorgen – allein es bleibt die Frage zur Nachhaltigkeit: Der Dow Jones legt bereits eine Pause ein, für den Dax wird ein weiteres Tief erwartet.

Gold gerät hingegen zunehmend in den Fokus der Analysten: Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis um rund 15 Prozent zugelegt – das hat wohl kaum ein anderer Wert hinbekommen. Die Nachfrage großer Investoren ist offensichtlich gestiegen, angesichts der volatilen Aktienmärkte und der Auseinandersetzungen um den Ölpreis ist das kein Wunder. Die Fronten im Nahen Osten verhärten sich zunehmend, vor allem die Rolle der Türkei birgt ein enormes Eskalationspotenzial: Nach den jüngsten Anschlägen in der Türkei, die sehr schnell Kurden aus Syrien zugeschrieben wurden, muss eine Reaktion befürchtet werden – die wiederum den gesamten Prozess in und um Syrien in eine gefährliche Richtung treiben würde.

Sicherheit gesucht – Gold als optimale Wahl

Selbst innerhalb der EU steigen die Unsicherheiten: Zum einen sollen die Außengrenzen zum 1. März geschlossen werden, wie aus Brüssel zu vernehmen ist. Die Folgen für die Flüchtlingssituation sind insbesondere in Griechenland und Italien, aber auch auf dem Balkan überhaupt nicht abzusehen. Zum anderen spielt Großbritannien mit dem sogenannten Brexit, um der EU weitere Zugeständnisse abzuringen. Gleichzeitig nehmen die Spekulationen um eine Bargeldbegrenzung und in der Folge Abschaffung immer konkretere Züge an – und zwar weltweit.

So ist es nicht verwunderlich, dass sich der Goldpreis gegen den erstarkten US-Dollar und die angestiegenen Aktien-Indizes behaupten konnte: Von kurzfristigen Ausreißern abgesehen, konnte sich das Edelmetall bei 1.200 US-Dollar für die Feinunze halten und zuletzt nach oben ausbrechen. Kritisch wird es beim Unterschreiten von 1.190 US-Dollar für die Feinunze, positiv Aussichten eröffnen sich ab 1.220 US-Dollar für die Feinunze.