Aktueller Goldkurs

15.12.17, 23:00 Uhr (GMT)

1.063 Euro | 1.255 USD

Goldpreis schnuppert Höhenluft – vorsichtiger Optimismus bei Anlegern

Mit einem fulminanten Ausflug an die Marke von 1.270 US-Dollar je Feinunze hat das Edelmetall in den letzten Tagen auf sich aufmerksam gemacht. Die Gewinnmitnahmen sorgten für eine Korrektur, aktuell bewegt sich Gold um die 1.250 US-Dollar je Feinunze seitwärts. Allerdings macht sich Hoffnung breit: Die Tiefs klettern permanent nach oben.

Die Charts – wichtige Daten für die nächsten Tage

Nach dem Höhenflug folgte die Ernüchterung, jedoch macht die anahltende Aufwärtstendenz, die seit Mitte März verzeichnet werden kann, Hoffnung: Schafft das Edelmetall die 1.263 US-Dollar für die Feinunze erneut, dürften die 1.275 und in der Folge 1.280 US-Dollar je Feinunze zum Test anstehen. Sehr positiv wäre der Jahreshöchststand von 1.285 US-Dollar für die Feinunze. Im Gegenzug sollte die Marke von 1.240 US-Dollar je Feinunze als Alarmsignal gewertet werden, wird diese nach unten durchbrochen, kann es bis auf 1.220 und eventuell auch bis 1.208 US-Dollar für die Feinunze hinab gehen. Die nächsten Tage müssen nun beweisen, dass die permanent steigenden Tagestiefs einen stabilen Aufwärtstrend umreißen.

Neues aus China: Goldfixing an der Shanghai Gold Exchange

China ist nicht nur an die erste Position als Gold-Nachfrager gerückt und hat somit Indien überholt, die Shanghai Gold Exchange nimmt nun täglich ein Goldfixing vor. Neben chinesischen Großbanken beteiligen sich auch die britische Standard Chartered sowie die ANZ Banking Group aus Neuseeland an der Preisfestlegung in Yuan. Damit positioniert sich China strategisch neben London – unter dem Strich dürfte diese Maßnahme aber in erster Linie eine weitere Kampfansage in Richtung Dominanz des US-Dollars sein.

EZB bleibt bei Nullzinspolitik – rentable und sichere Geldanlagen gesucht

Es wurde von vornherein nicht viel erwartet, als die EZB zur Pressekonferenz rief, die Pfeile sind wohl größtenteils bereits verschossen. Draghi bleibt bei der verhängten Nullzinspolitik, kräftige Impulse für die Wirtschaft sind bislang nicht auszumachen. Die jüngsten Gewinne an den Aktienmärkten sind in erster Linie den steigenden Energiepreisen geschuldet, das Prinzip Hoffnung setzt sich hier eindrücklich durch.

Für Sparer werden die Aussichten immer schlechter – was insbesondere den Edelmetallen ordentlich auf die Sprünge geholfen hat: Silber, Palladium und Platin konnten Gold noch übertrumpfen, sie konnten ein Niveau erreichen, das sie seit vielen Monaten nicht mehr gesehen hatten. Angesichts der schwachen Wirtschaftsleistung muss aber insbesondere bei den Industriemetallen wieder mit einer Korrektur gerechnet werden. Für Gold stellt sich die Situation positiver dar, denn als Alternative zu den fehlenden Renditen bei den sicheren Geldanlagen empfiehlt sich das Edelmetall in jedem Fall.