Aktueller Goldkurs

19.06.18, 10:43 Uhr (GMT)

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Goldpreis nach US-Arbeitsmarktdaten auf Talfahrt

Der Goldpreis entwickelte sich in dieser Woche seitwärts und notierte am Freitagabend bei 1.221,80 US-Dollar je Feinunze. Am Freitag reagierte der Goldpreis mit einem deutlichen Minus auf die überraschend stark ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten und fiel wieder in Richtung der 1.200-Dollar-Marke. Denn damit wird eine baldige Drosselung der Geldschwemme wahrscheinlicher und dadurch die Inflationsgefahr geringer, sodass viele Anleger den “sicheren Hafen” Gold wieder verlassen dürften. ?Ein besserer Arbeitsmarktbericht bedeutet, dass es in geringerem Ausmaß Flucht in Sicherheit gibt”, erklärte Brian Booth von der Long Leaf Trading Group. Mit 195.000 neu geschaffenen Stellen lagen die US-Arbeitsmarktzahlen deutlich über der Bloomberg-Prognose von 165.000 neuen Stellen. Zudem wurden die Zahlen für den Vormonat nach oben korrigiert. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 7,6 Prozent.

Von den gut ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten profitierte auch der US-Dollar, der gegenüber anderen wichtigen Währungen wie dem Euro, Yen, Pfund Sterling oder dem Schweizer Franken deutlich aufwertete. Somit wird Gold für Anleger außerhalb des Dollar-Raums deutlich automatisch teuerer.

Von der Ankündigung des EZB-Chefs Mario Draghi die Leitzinsen für einen längeren Zeitraum auf dem aktuell niedrigen Niveau zu belassen oder gegebenenfalls noch weiter zu senken, konnte der Goldpreis am Donnerstag nicht profitieren. Dabei sehen viele Analysten darin eine historische Aussage, den erstmals verpflichtet sich die Europäische Zentralbank selbst zu Niedrigzinsen für einen längeren Zeitraum.