Aktueller Goldkurs

19.01.18, 12:34 Uhr (GMT)

1.091 Euro | 1.335 USD

Goldpreis – nach Aufholjagd stabil

Nach einem Absturz auf 1.142 US-Dollar je Feinunze konnte sich Gold am Montag schnell erholen und bewegt sich seither um die 1.200 US-Dollar je Feinunze seitwärts. Selbst die Ankündigung der EZB, den Leitzins auf dem extrem niedrigen Niveau belassen zu wollen, konnte daran nichts ändern. Die Nachfrage von Privatanlegern in Deutschland hat sich deutlich gesteigert.

Turbulenzen rund um die Schweizer Gold-Initiative

Bereits am Freitag vor der Abstimmung zur Erhöhung der Goldreserven bei der Schweizer Nationalbank stürzte der Kurs für das Edelmetall deutlich ab. Die Korrektur hielt aber nicht lange, denn bereits am Montag und trotz der Niederlage der Gold-Initiative holte das Edelmetall wieder kräftig auf, es konnte sogar ein neues Vierwochenhoch bei 1.220 US-Dollar je Feinunze markieren. Allen Börsenrekorden der großen Indizes zum Trotz hielt sich Gold stabil und bewegt sich in einem Kanal zwischen 1.200 und 1.210 US-Dollar je Feinunze seitwärts. Auch die industriellen Edelmetalle konnten Gewinne verzeichnen, nur beim Öl-Preis sind derzeit keine nachhaltigen Aufwärtstendenzen festzustellen.

Goldnachfrage gestiegen – nicht nur in Deutschland

Ein Auslöser für die Entwicklung liegt in den größeren Nachfragen aus China, aber auch Indien hat seine restriktiven Auflagen bezüglich der Gold-Importe gelockert: Bislang galt dort eine Regelung, dass die Gold-Händler 20 Prozent des eingeführten Edelmetalls wieder exportieren mussten. Von der Abschaffung dieses Gesetzes dürfte das Edelmetall durchaus profitieren. Aber auch deutsche Bürger haben im Monat November ordentlich in Edelmetalle investiert, wie die aktuelle Pressemitteilung des Händlers Degussa Goldhandel GmbH aussagt: Mit rund 15 Tonnen Gold und damit 40 Prozent über dem bisherigen Monatsdurchschnitt für 2014 erreichte der Umsatz in Deutschland eine Größenordnung von rund 450 Millionen Euro. Bevorzugt wurden mittelgroße Barren zwischen einer Unze und 250 Gramm sowie Münzen.

Die Ursachen für den Anstieg sieht der Gold-Händler zum einen im gefallenen Preis, zum anderen aber vor allem in der anhaltenden Unsicherheit hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung. Die Unwägbarkeiten des Finanzmarktes würden sich derzeit aber nicht in Panikkäufen bemerkbar machen, sondern es wären geordnete Umschichtungen und viele Neu-Anleger im Bereich Edelmetalle zu verzeichnen.

Gold – Rallye zum Jahresende?

Das Edelmetall hat derzeit das Niveau vom Jahresanfang wieder erreicht, obwohl der US-Dollar sich als äußerst stark darstellt. Die Nachfragen steigen, das fehlende Angebot an Barren und Münzen führt teilweise zu Lieferverzögerungen. Auf der anderen Seite steigen die Unsicherheiten sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht als auch im Bezug auf die geopolitischen Konflikte. Für Gold stehen die Chancen auf einen kräftigen Aufwärtstrend daher gar nicht schlecht.