Aktueller Goldkurs

23.05.17, 10:54 Uhr (GMT)

1.121 Euro | 1.260 USD

Goldpreis mit kurzer Verschnaufpause – Aufwärtschancen durchaus vorhanden

Die Marke von 1.300 US-Dollar je Feinunze wurde zwar kurz gerissen, der Widerstand war aber (noch) zu stark – was nicht zuletzt den Gewinnmitnahmen geschuldet sein dürfte. Die Voraussetzungen sind gut, dass das Edelmetall seinen stetigen Aufwärtsweg in der neuen Woche fortsetzt.

Gold: Kurze Pause vor neuem Aufstieg?

Mit einem neuen Zwischenhoch über 1.300 US-Dollar je Feinunze meldete sich das Edelmetall Anfang der Woche eindrucksvoll zurück. Auch wenn sich eine kleine Korrektur anschloss, nachdem der US-Dollar sich etwas erholen konnte, besteht doch generell kein Verkaufsdruck: Die Daten aus der US-Wirtschaft sind alles andere als stimulierend für Aktien, Währung & Co. – die Nachfrage nach physischem Gold und Gold-ETFs ist demnach ungebrochen hoch. Allein Bloomberg deckte sich am Dienstag mit 4,2 Tonnen Gold-ETFs ein, am Vortag wurde sogar der seit zwei Monaten höchste Zufluss verzeichnet.

Auch aus Europa kommen widersprüchliche Signale: Die EZB-Politik gerät zunehmend unter Druck, zu gering sind bislang die Effekte aus den massiven Aufkaufprogrammen – von den Folgen der negativen Einlagezinsen ganz abgesehen. Die Meldungen über drohende Strafzinsen für private Anleger, steigende Kontogebühren und Instrumente der Altersvorsorge, die ihre Daseinsberechtigung sukzessive verlieren tragen nicht dazu bei, nachhaltiges Vertrauen in die Finanzstabilität zu schaffen. Verfolgt man dann noch die Diskussionen der Politiker, die die hochgelobte Riester-Rente just rückabwickeln wollen, werden sichere Alternativen mit einer stabilen Renditeerwartung immer interessanter – für einen Anstieg des Goldpreises die besten Voraussetzungen.

Die Charts: Ruhe vor dem Wochenende, aber dann kann es weitergehen

Aktuell bewegt sich das Edelmetall bei 1.278 US-Dollar je Feinunze seitwärts – hier liegt auch eine kräftige Unterstützungslinie. Aktuell ist kein deutlicher Verkaufsdruck zu erkennen, wahrscheinlich gibt es erst zu Beginn der neuen Woche klare Signale. Sollte sich Gold auf diesem Niveau halten, könnte es dann wieder in Richtung 1.300 US-Dollar je Feinunze gehen – und darüber hinaus. Nach unten ist die nächste Unterstützung bei 1.260 US-Dollar je Feinunze zu erwarten, die es in jedem Fall zu halten gilt.

Die Aussichten: Schwache Wirtschaftsdaten und politische Krisen pushen Goldpreis

Von den täglichen Meldungen zur fehlenden Einigkeit innerhalb der EU ganz abgesehen, wirft das Referendum in Großbritannien seinen Schatten voraus: Das britische Pfund dürfte noch mehr unter Druck geraten. Die Stimmung auf der Insel ist derzeit schwer einzuschätzen, ein Brexit muss aber zwangsläufig Verwerfungen innerhalb der Europäischen Union mit sich bringen. Gut beraten ist, wer sich auf alle Eventualitäten vorbereitet und auch vor dem Hintergrund der Bargeld-Diskussionen für Sicherheit sorgt – und das nicht nur in Großbritannien.