Aktueller Goldkurs

20.09.18, 13:03 Uhr (GMT)

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Goldpreis kämpft sich zurück – erstarkter Euro stützt

Nach wie vor gibt der Goldpreis angesichts des schwierigen Umfelds Rätsel auf, zumindest konnte er den Abwärtstrend stoppen: Nach einem zwischenzeitlichen Tief bei 1.238 US-Dollar je Feinunze konnte sich das Edelmetall wieder aufwärts arbeiten. Leichter Optimismus macht sich breit – ist das berechtigt?

Gegenbewegung im Goldpreis stoppt Abwärtstrend

Nach einem kräftigen Preisrutsch setzte Mitte der Handelswoche eine Trendumkehr im Goldpreis ein, der kurzzeitig sogar die Marke von 1.260 US-Dollar je Feinunze touchieren konnte. Analysten sind sich nicht über den Ursprung der Impulse einig, zumal zu dieser Zeit die Gold-ETFs noch Abflüsse verzeichnen mussten. Einerseits dürfte der unter Druck geratene US-Dollar seinen Beitrag geleistet haben, der Euro bringt beispielsweise wieder 1,17 US-Dollar auf die Waage. Andererseits wird angenommen, dass die Glattstellung von Short-Positionen den Goldpreis angetrieben haben könnte. Allerdings profitierten in den letzten Tagen auch andere Edel- und Industriemetalle, was wiederum einigen politischen Entscheidungen geschuldet ist.

So befasst sich die EU den Medien zufolge mit einem multilateralen Abkommen, die die von den USA verhängten Strafzölle für Autoexporte verhindern sollen. Ebenso preistreibend dürften die starken Verkaufszahlen vom US-Fahrzeugmarkt gewesen sein: Dort konnten im Juni rund 4,8 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum veräußert werden – der Monatsumsatz stieg demnach auf 17,38 Millionen Fahrzeuge. Es stellt sich nur die Frage, zu welchem Preis dieser Zuwachs erkauft wurde, denn die Industriekreise lassen verlauten, dass hier sehr hohe Rabatte im Spiel waren.

Die Prognosen: Ergebnisse der fundamentalen und technischen Analyse

In den letzten Tagen stabilisierte sich der Goldpreis knapp unter 1.260 US-Dollar je Feinunze – und das auch trotz des US-amerikanischen Feiertages. Die Bewegungen sind zwar etwas langsamer geworden, trotzdem sehen Experten hier eine Gegenbewegung, die die trotz der zunehmenden Unsicherheiten kräftigen Verluste der letzten Zeit ausgleichen sollten. Offenbar war Gold weniger unter Sicherheitsaspekten gefragt, im Gegenteil, das Edelmetall, die Abwärtsbewegungen an den Aktienmärkten rissen Gold mit. Seit auf den Aktienmärkten etwas Ruhe und Stabilisierung einkehrte, zieht Gold nun ebenfalls nach.

Das Verlassen der Seitwärtsbewegung in einem Kanal zwischen 1.300 und 1.365 US-Dollar für die Feinunze läutete Mitte Juni eine Abwärtsbewegung ein. Dabei wurde der Boden bei 1.238 US-Dollar, den der Goldpreis bereits Ende des letzten Jahres markiert hatte, bestätigt: Der Goldpreis dreht nach Erreichen wieder nach oben. Bislang ist weder die 20- noch die 200-Tage-Linie wieder erreicht, was Goldinvestoren noch etwas vorsichtig machen sollte. Trotzdem zeichnet sich eine Erholung ab, für die das vorläufige Ziel von 1.300 US-Dollar für die Feinunze ausgegeben wurde.