Aktueller Goldkurs

18.10.17, 22:58 Uhr (GMT)

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Goldpreis kämpft noch mit Widerstand – quo vadis?

Die Widerstandszone zwischen 1.290 und 1.300 US-Dollar für die Feinunze Gold scheint harter Brocken zu sein, der Ausbruch lässt noch immer auf sich warten. Ein Signal könnte aus Jackson Hole kommen, wo sich die Notenbankvertreter treffen – Großes ist allerdings nicht zu erwarten.

Prallt der Goldpreis erneut an Widerstandszone ab?

Es wäre nicht das erste Mal in diesem Jahr, bereits im April, im Juni und auch im August scheiterte der Goldpreis mit seinen Ausbruchversuchen über die 1.300 US-Dollar je Feinunze hinaus. Es wird sich nun zeigen müssen, ob die spekulativen Anleger, die noch in den letzten Wochen auf einen Anstieg im Goldpreis gesetzt hatten, ihre Positionen wir auflösen werden. Ein Blick auf die Großwetterlage könnte jedoch das Gegenteil auslösen: Wenn die Ratingagentur Fitch ihre Androhung wahr macht, und das AAA-Rating für die Vereinigten Staaten an den realistischen Schuldenstand anpasst, könnte es deutlichen Aufwind für das Edelmetall geben. Allerdings wurde das Thema zwar angesprochen, die USA haben jedoch noch bis Ende September Zeit, die Schuldenobergrenze erneut anzuheben.

Auch US-Präsident Donald Trump könnte erneut zum Zünglein an der Goldwaage werden: Er hatte angekündigt, Regierungsbehörden schließen zu wollen, um den Kongress unter Druck setzen zu können. Die Auswirkung auf den Goldpreis war jedoch nur kurzfristiger Natur – offenbar fehlt der Glaube, dass den harschen Worten auch Taten folgen könnten. Direkter könnte sich jedoch die Konferenz der Notenbanker in Jackson Hole, einer Kleinstadt im Bundesstaat Wyoming, auswirken. Insbesondere der schwächelnde US-Dollar, aber auch die Auswirkungen der Niedrigzinspolitik dürften dort auf der Tagesordnung stehen.

Es bleibt nun abzuwarten, ob und welche Impulse von dieser Versammlung ausgehen: Sollte der Goldpreis erneut Schwung holen und sicher über die 1.308 bis 1.316 US-Dollar je Feinunze steigen, steht einem weiteren Sprung in Richtung 1.337 bis 1.358 US-Dollar für die Feinunze nicht mehr viel im Wege. Selbst die 1.375 bis 1.390 US-Dollar je Feinunze kämen dann in Schlagweite. In der Gegenrichtung liegen die wichtigen Marken bei 1.280 und in der Folge bei 1.274 bis 1.267 US-Dollar je Feinunze.

Deutsche Goldreserven neu verteilt

Wie die Bundesbank bekanntgab, wurde die Rückholung der im Ausland deponierten Goldreserven deutlich schneller als zunächst geplant beendet. Es handelt sich insgesamt um 3.378 Tonnen, von denen 1.710 Tonnen in Frankfurt, 1.236 Tonnen in New York und 432 Tonnen in London lagern sollen. Aufgelöst wurde hingegen der einstige Standort in Paris – die Bundesbank geht offensichtlich auf Nummer sicher.