Aktueller Goldkurs

24.04.18, 10:58 Uhr (GMT)

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Goldpreis im Oster-Aufwind: Verluste fast wieder ausgeglichen

Kurz vor den Osterfeiertagen musste der Goldpreis deutlich nachgeben, er fiel bis auf 1.322 US-Dollar für die Feinunze. Doch die feiertagsbedingte Ruhe konnte das Sicherheitsbedürfnis der Anleger nicht bremsen, das Edelmetall zog bereits wieder kräftig an.

Goldpreis wieder erstarkt – Abwärtstrend gestoppt?

Nach einem neuen Zwischenhoch bei 1.354 US-Dollar je Feinunze kurz vor Ostern sah sich der Goldpreis einem enormen Gegendruck ausgesetzt und rutschte wieder in Richtung der Marke von 1.320 US-Dollar für die Feinunze. Allerdings konnte diese Abwärtsbewegung über die Feiertage gebremst werden: Bereits am Ostermontag, an dem international durchaus gehandelt wurde, zog der Preis für das Edelmetall wieder an und überstieg 1.340 US-Dollar je Feinunze. Seither bewegt es sich um diese Marke seitwärts. Damit eröffnet sich ein neues Aufwärtspotenzial, zumal sich die Märkte nun ganz konkret mit dem Thema Strafzölle auseinandersetzen müssen.

Ostermontag: Verluste an den wichtigen Aktienmärkten

Auch wenn in Europa noch österliche Stille an den Börsen herrschte, wirkte sich der Handelskonflikt zwischen China und den USA am Ostermontag negativ auf die globalen Märkte aus. Nachdem die USA Strafzölle auf Aluminium und Stahl verhängt hatte, reagierte China nun seinerseits: Auf knapp 130 US-Erzeugnisse werden nun Zölle in Höhe von 15 bis 25 Prozent aufgeschlagen, die Reaktionen folgten prompt. Der Dow Jones sackte um zwei Prozent im Vergleich zum Vortag durch, der S&P 500 um 2,42 Prozent und die Nasdaq100 sogar um mehr als drei Prozent – Anleger haben offenbar den Rückwärtsgang eingelegt.

Dazu dürften auch die neusten Äußerungen von US-Präsident Trump beigetragen haben: Per Twitter machte er seiner Sorge Luft, dass Amazon der US-Post ordentlich Geld koste und sich dies künftig ändern würde. Nun bleibt abzuwarten, welche Taten diesen Ankündigungen folgen werden. Die kurze Handelswoche nach Ostern darf also mit Spannung erwartet werden: Allein die kritischen Bemerkungen, die der US-Präsident bereits in der Vorwoche in Richtung Amazon abgefeuert hatte, kosteten den Konzern zwischenzeitlich rund 53 Milliarden US-Dollar an Börsenwert. Die Aktie hat sich kaum wieder erholt, folgt nun der nächste Vorstoß.

Die Märkte scheinen nichts Gutes zu erwarten, was dem Goldpreis zu einem erneuten Sprung nach oben verhalf. Auch wenn der Euro im Verhältnis zum US-Dollar etwas verloren hat, notiert er mit 1,23 doch auf einem relativ hohen Niveau und stärkt den Goldpreis ebenfalls. Goldanleger sollten also die Entwicklungen im Blick behalten oder gleich auf einen Sparplan setzen: Mit gleichmäßigen Beiträgen physisches Gold anzukaufen, glättet nämlich durch den Cost-Average-Effekt die Preisschwankungen und sorgt somit für ein zusätzliches Maß an Sicherheit.