Aktueller Goldkurs

19.10.17, 07:40 Uhr (GMT)

1.087 Euro | 1.277 USD

Goldpreis: Chaos in der US-Regierung macht Rückkehr zum Aufwärtstrend möglich

Mit einem Satz von 1.230 US-Dollar auf 1.265 US-Dollar je Feinunze brachte sich Gold zurück ins Rennen – und das innerhalb dieser Handelswoche. Gewinnmitnahmen sorgten zwar für eine Korrektur auf die aktuellen 1.250 US-Dollar je Feinunze, das neue Niveau verspricht aber mehr.

Goldpreis erobert wichtige 200-Tage-Linie zurück

Die Chancen waren da und das Edelmetall hat sie genutzt: Mit einem kräftigen Sprung nach oben wurde die 200-Tage-Linie wieder durchbrochen – eine weitere Aufhellung ist nun also möglich. Entscheidend wird sein, ob sich das Edelmetall am Widerstand bei 1.260 bis 1.265 US-Dollar für die Feinunze abarbeitet. Einen ersten Ausbruchversuch gab es bereits, die Gewinnmitnahmen haben diese Bewegung allerdings eingefangen. Dabei kann der Goldpreis auf eine kräftige Unterstützung bei 1.236 bis 1.244 US-Dollar für die Feinunze bauen: Sollte diese nicht bedeutend unterschritten werden, könnte der Konsolidierungsversuch von Erfolg gekrönt werden.

Schafft es der Goldpreis auf über 1.265 US-Dollar je Feinunze, wartet die nächsten Widerstandszonen bei 1.276 bis 1.278 US-Dollar und 1.296 bis 1.308 US-Dollar für die Feinunze – die gleichzeitig die nächsten Ziele wären und bei Erreichen weiteres Aufwärtspotenzial öffnen würden. Im Gegenzug müsste mit drastischen Korrekturen gerechnet werden, sollte der Goldpreis unter 1.214 US-Dollar je Feinunze rutschen, dann wären auch wieder ein Einbruch auf 1.193 US-Dollar je Feinunze und in der Folge auf 1.177 US-Dollar je Feinunze möglich.

Unsicherheit treibt den Goldpreis: Droht Donald Trump ein Amtsenthebungsverfahren?

Die Aktien reagierten empfindlich, als am Mittwoch weitere Vorwürfe gegen den neuen US-Präsidenten Donald Trump laut wurden: Einerseits soll er Geheimdienstinformationen an Russland gegeben haben, andererseits steht der Vorwurf der Beeinflussung von FBI-Ermittlungen im Raum. Das Schlagwort “Watergate” wurde ins Spiel gebracht, um die Dimension des vermeintlichen Skandals zu verdeutlichen. Zwischenzeitlich haben sich die großen Indizes zwar von dem Schock wieder erholt und konnten die Verluste ausgleichen, trotzdem erfreuten sich vor allem Anleihen als sichere Anlagealternative großer Nachfrage – und ebenso Gold.

Der US-Dollar gab gegenüber der Gemeinschaftswährung nach, die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung tendiert gegen Null – einerseits gaben die Renditen für Staatsanleihen angesichts der hohen Nachfrage nach, andererseits dürften sich die wachstumsfreundlichen Pläne, wie beispielsweise das Steuersenkungsprogramm, zumindest derzeit in Wohlgefallen auflösen. Wie sich der US-Präsident aus dieser brisanten Situation herauswinden und gleichzeitig die Staatsverschuldung in den Griff bekommen kann, bleibt abzuwarten. Für Gold stehen daher die Zeichen nicht schlecht, zumal nun auch noch die Wahl zur Nationalversammlung in Frankreich ansteht und klare Mehrheiten unwahrscheinlich sind.