Aktueller Goldkurs

13.07.18, 22:57 Uhr (GMT)

1.067 Euro | 1.242 USD

Goldpreis auf höherem Niveau seitwärts – warten auf die FED

Wie erwartet startet der Goldpreis am letzten Freitag einen Ausflug auf 1.087 US-Dollar je Feinunze, die Signale von der EZB hatten den US-Dollar im Gegenzug unter Druck gesetzt. Allerdings erwies sich der Widerstand bei 1.088 US-Dollar für die Feinunze als zu stark – jedenfalls bisher.

Unentschlossene Märkte – noch wenige Tage bis zur FED-Entscheidung

Schwache Daten aus China und fallende Ölpreise setzten die großen Indizes zwar unter Druck, vor allem der DAX musste Federn lassen, aber der Euro macht derzeit keine Anstalten, sich der Parität zum US-Dollar anzunähern: Aktuell notiert er bei über 1,09 und hatte auch 1,10 im Verhältnis zur US-amerikanischen Währung schon touchiert. Für Gold ist damit der Weg nach oben bereitet, wenn es die starke Widerstandszone bei 1.088 US-Dollar für die Feinunze überwinden kann. Die Charts sehen derzeit Schwankungen innerhalb eines Kanals von 1.070 und 1.085 US-Dollar für die Feinunze – der Trend geht weiter seitwärts. Allerdings droht ein Ausbruch nach unten erst, wenn die starke Unterstützung bei 1.064 US-Dollar je Feinunze durchbrochen wird. Schafft es das Edelmetall im Gegenzug auf über 1.090 US-Dollar je Feinunze, kann auch die 1.100-er Marke geschafft werden.

Die Märkte verharren in einer fast spürbaren Schockstarre, reagieren aber sensibel auf die kleinsten Impulse. Ob nun am nächsten Mittwoch die lang ersehnte Anhebung der US-Zinsen Realität wird oder nicht, das steht im Moment in den Sternen. Waren die offiziellen Wirtschaftsdaten für Janet Yellen bislang stabil genug, um immer wieder Andeutungen könnten die jüngsten Informationen zu den neu gestellten und weitergeführten Anträgen auf Arbeitslosenunterstützung eine Rückwärtsbewegung einleiten: Die angenommenen Werte wurden übertroffen, es haben deutlich mehr Menschen Ansprüche angemeldet, als dies angenommen worden war. Sollte dies das entscheidende Quäntchen gewesen sein, um die Zinsen weiter extrem niedrig zu halten? Schließlich hatte die FED immer betont, dass der Arbeitsmarkt entscheidenden Einfluss hätte.

Boden für steigenden Goldpreis bereitet

Vor diesem Hintergrund und angesichts der Signale aus China, das gleichzeitig zum Jahresende traditionell mehr Gold kauft, stehen die Zeichen für steigende Goldpreise nicht schlecht. Investoren sollten auch den Anleihemarkt nicht aus dem Auge verlieren, fallen dort die Renditen, dürften Umschichtungen in das Edelmetall den Preis zusätzlich treiben. Nicht zu vergessen sind die immer zahlreicher werdenden Konflikte, die mit dem Einsatz der Bundeswehr in Syrien nicht geringer und weniger gefährlich werden. Schon unter Sicherheitsaspekten könnte sich die Nachfrage nach dem Edelmetall verstärken, auch wenn das wirklich kein Grund zur Freude ist.