Aktueller Goldkurs

16.01.18, 22:59 Uhr (GMT)

1.130 Euro | 1.338 USD

Goldpreis – abwartend in den Startlöchern

Schlechte US-Arbeitsmarktdaten hatten am vergangenen Freitag ausgereicht, um Gold innerhalb kürzester Frist um 30 US-Dollar pro Feinunze zu verteuern. Dieses Niveau hat das Edelmetall über die letzten Tage gehalten, konnte sogar auf 1.152 US-Dollar Je Feinunze ausbrechen, bevor die Gewinnmitnahmen einen leichten Dämpfer verursachten. Die Aussichten sind gut, allerdings hängt alles Weitere mal wieder von der FED ab.

Starke Woche – Goldpreis mit Potenzial

Alle Welt blickt wieder auf Janet Yellen, die Veröffentlichung der FED-Protokolle dürfte neue Indizien in Bezug auf die noch für dieses Jahr verkündete Zinserhöhung bringen. Zuletzt waren die Wirtschaftsdaten allerdings weniger gut ausgefallen, was die FED-Entscheidung wieder unwahrscheinlicher macht – für Gold aber eine gute Basis schafft. Der Kursprung vor einer Woche könnte daher nur der Anfang gewesen sein, von 1.220 US-Dollar je Feinunze zum Jahresende ist bereits die Rede. Zunächst dämpften die Gewinnmitnahmen den Aufwärtstrend, vor allem die chinesischen Marktteilnehmer, die gerade eine Feiertagswoche hinter sich haben, dürften ihre Gewinne realisiert haben.

Gold-Charts machen Hoffnung

Die Widerstandslinien bei 1.143 und 1.145 US-Dollar je Feinunze wurden in der letzten Woche mehrfach getestet. Für die nächsten Tage gilt das Augenmerk den Marken 1.146 und 1.148 US-Dollar für die Feinunze. Schwieriger wird es, wenn der Goldpreis drastisch unter 1.139 US-Dollar je Feinunze fällt, dann können auch 1.125 bis 1.120 US-Dollar je Feinunze wieder ins Visier genommen werden. Aktuell pendelt der Goldpreis zwischen 1.139 und 1.145 US-Dollar seitwärts, es werden weiterhin heftige Schwankungen erwartet – bis zur Entscheidung der FED. Wird die Zinsanhebung verschoben, verbessern sich die Aussichten für das Edelmetall erheblich.

Gold als Zünglein an der Waage gegen den US-Dollar?

Ein Blick auf die globale Wirtschaftslage macht klar, dass die Rahmenbedingungen für den prognostizierten Kursanstieg des Edelmetalls gegeben sind: Viele Erwartungen mussten korrigiert werden, zuletzt meldete sogar Export-Weltmeister Deutschland dass die Nachfrage aus den Schwellenländern deutlich gesunken ist. Der russische Markt ist aus politischen Gründen weggebrochen, auch wenn die Rückbesinnung jetzt sukzessive einsetzt, dürfte der Verlust schwer aufzuholen sein. Andererseits müssen die Entwicklungen in China im großen Zusammenhang gesehen werden: Das Staatliche Chinesische Devisenamt (SAFE) macht kein Hehl daraus, eine goldgedeckte Währung schaffen und den US-Dollar vom Thron als Reservewährung stoßen zu wollen. Es lässt sich also ganz eindeutig ein Währungskrieg zwischen China und den USA konstatieren, der drastische Folgen für die USA und die gesamte Weltwirtschaft haben könnte. Für das Edelmetall selbst entwickelt sich ein enormes Potenzial – allerdings mit heftigen Risiken und Nebenwirkungen.