Aktueller Goldkurs

24.07.17, 22:28 Uhr (GMT)

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Gold weiterhin seitwärts – kommt eine Jahresendrallye?

Es bleibt unentschieden im Gold, das Edelmetall kam in den letzten Tagen nicht von der Stelle. Eine knappe Mehrheit der Marktteilnehmer, die für das Citi-Investmentbarometer in dritten Quartal befragt worden, erwartet jedoch eine Gold-Rallye zum Jahresende – konkrete Anzeichen sind (noch) nicht auszumachen.

Ruhe vor dem Sturm oder Schockstarre?

Aus der Wirtschaft kommen kaum Impulse, die FED laviert sich so durch die Pressekonferenzen, dass sich eine Analyse ausnimmt wie Kaffeesatzleserei, die US-Präsidentschaftswahl lässt aufmerksame Beobachter am eigenen Verstand zweifeln – die aktuelle Situation spiegelt den Kurs des Goldpreises wider: Alle befinden sich in Warteposition, wer zuerst zuckt, hat verloren. Die FED hält den Märkten immer wieder die Möhre der Zinsanhebung vor die Nase, sich selbst aber konsequent zurück. Die EZB hat sich selbst in eine Situation manövriert, in der sie sich heute trotz gigantischer Rettungsschirme für Banken wieder mit dem Thema Bankenrettung befassen muss.

Nun solle es zum Jahresende wieder eine Rallye geben – sowohl bei den Aktien als auch bei Gold. So zumindest die Ergebnisse einer Befragung von Marktteilnehmern, die sich im dritten Quartal für das Citi-Investmentbarometer zu ihren Erwartungen geäußert haben. Immerhin 52,3 Prozent der Befragten sehen einen weiteren Goldpreisanstieg bis zum Jahresende, auch wenn in den letzten Wochen zu einer kräftigen Korrektur gekommen ist. Allerdings lohnt sich der Blick zurück: Konnte das gelbe Edelmetall seit Jahresbeginn rund 200 US-Dollar je Feinunze gewinnen – und das trotz der letzten Rückschläge, ist der DAX wieder auf dem Stand vom 1.1.2016 angekommen. So schlecht ist das Ergebnis also schon bis hierhin nicht – alles Weitere bleibt abzuwarten.

Goldpreis: Kurzfristig keine großen Bewegung zu erwarten

Aktuell bewegt sich das Edelmetall um die Marke von 1.260 US-Dollar für die Feinunze. Bei 1.270 US-Dollar je Feinunze sind Widerstände zu erwarten, erst ab 1.276 US-Dollar je Feinunze darf mit mehr gerechnet werden – dann könnte es durchaus bis auf 1.285 US-Dollar und höher gehen. Kritisch wird es jedoch, sollte das Edelmetall wieder unter die 1.250 US-Dollar für die Feinunze rutschen. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass Gold die Seitwärtsbewegung fortsetzt – bis es kräftige Impulse in die eine oder andere Richtung gibt.

Es bleibt zu hoffen, dass es sich dabei um Entscheidungen, wie beispielsweise die US-Präsidentschaftswahl und die vorher unwahrscheinliche Zinsanhebung der FED handelt, und nicht um die Eskalation zwischen den Großmächten in Syrien, die uns allen aktuell droht. Im Gegensatz dazu lässt sich nämlich dem Brexit, der Bankenrettung oder den Strafzinsen mit einem Goldinvestment vorausschauend begegnen.