Aktueller Goldkurs

17.08.17, 09:44 Uhr (GMT)

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Gold weiter im Aufwind – schwacher US-Dollar gibt wichtige Impulse

Es war einmal mehr die FED, die mit kleinen Veränderungen die eigene Währung unter Druck setzte und dem Goldpreis auf die Sprünge half. So langsam scheint das Vertrauen in die US-amerikanische Regierung und die Stärke der Wirtschaft zu schwinden.

Goldpreis: Mit einem Satz wird die Feinunze 20 US-Dollar teurer

Der letzte Mittwoch hat den Goldpreis wieder auf ein interessantes Niveau gehoben, das für den weiteren Verlauf deutlich mehr verspricht: Mit der FED-Pressekonferenz, die eigentlich nicht viel Neues bereithielt, sprang der Goldpreis von 1.245 US-Dollar je Feinunze auf 1.265 US-Dollar je Feinunze. Seither bewegt er sich um die Marke von 1.260 US-Dollar für die Feinunze seitwärts – und wartet auf weitere Impulse. Was war passiert?

Im Prinzip hält sich die FED nach wie vor zurück, weitere Zinsschritte wurden weder angekündigt noch dementiert: Bis zum Ende des laufenden Jahres soll es einen halben Zinsschritt geben, bis zum Ende des folgenden einen ganzen – nichts Genaueres weiß man nicht. Aber es wurden kleinere Veränderungen angekündigt, quasi im Nebensatz. Dazu zählt die geplante Reduzierung der eigenen Bilanz, was den US-Dollar sofort unter Druck setzte: Zwischenzeitlich kostete ein Euro fast 1,18 US-Dollar – das entspricht in etwa dem Niveau von Anfang 2015. Natürlich blieb dies nicht ohne Folgen, vor allem die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen mussten ebenfalls daran glauben – für Gold natürlich ein optimales Umfeld.

Wirtschaft und Politik: Was ist mit den deutschen Autos los?

Da Gold in erster Linie als Instrument zur Vermögenssicherung eine wichtige Rolle spielt und erst in zweiter zur Erzielung einer Rendite, verdient das politische und wirtschaftliche Umfeld Beachtung. Und da machen jüngste Gerüchte, etwas Eindeutiges wurde ja noch nicht ermittelt, um die deutsche Autoindustrie von sich reden: Es soll Absprachen gegeben haben, die gegen das Kartellgesetz verstoßen und Verbraucher ebenso wie Umwelt geschädigt haben. Nach einem reißerischen Aufmacher im Spiegel wurden die Töne immer leiser – bis Bundesverkehrsminister Dobrindt ausgerechnet Porsche ins Visier nahm und die Cayenne Diesel aus dem Verkehr nahm.

Die Aktienkurse der deutschen Autohersteller sacken schon seit Tagen durch und ziehen die großen Indizes hinter sich her. Die nun in handlichen Häppchen nachgereichten Details eröffnen dem erstaunten Leser die Tatsache, dass ein großer deutscher Autokonzern bereits vor Jahren Selbstanzeige erstattet hatte, die jedoch in irgendwelchen Schubladen verschwunden ist. Die daraus zu ziehenden Schlüsse sollten zur Vorsicht mahnen: Entweder wurde bewusst von der Autoindustrie betrogen und/oder die Politik hat gezielt weggeschaut. Die Folgen könnten ein Standbein der deutschen Wirtschaft zumindest ansägen – mit Gold gehen Anleger auf Nummer Sicher.