Aktueller Goldkurs

13.07.18, 22:57 Uhr (GMT)

1.067 Euro | 1.242 USD

Gold: Von nun an geht’s bergauf!

Mit einem neuen 12-Monats-Hoch macht die Krisenwährung Gold von sich reden: 1.242 US-Dollar für die Feinunze wurden bereits in dieser Woche notiert, auch die zwischenzeitlichen Gewinnmitnahmen konnten am Aufwärtstrend nichts ändern – der sichere Hafen ist wieder gefragt.

Langfristiges Signal zeichnet sich ab – Gold mit echten Chancen

Zu Beginn der Börsenwoche kämpfte der Goldpreis noch mit der Marke von 1.150 US-Dollar je Feinunze, um den nächsten Halt bei 1.200 US-Dollar für die Feinunze einzulegen. Diese Barriere erwies sich zunächst als hartnäckig, allerdings ist sie nun gerissen – und zwar deutlich: Aktuell notiert das Edelmetall bei reichlich 1.230 US-Dollar für die Feinunze. Kann dieses Niveau bis zum Ende der Handelswoche gehalten werden, steht einer Aufwärtsbewegung bis 1.450 oder sogar 1.500 US-Dollar nicht mehr viel im Weg – allen Rücksetzern wegen Mitnahmen zum Trotz. Fällt das Edelmetall jedoch wieder auf 1.160 US-Dollar je Feinunze, besteht das Risiko einer Abwärtsbewegung bis auf 1.115 US-Dollar je Feinunze – allerdings stehen die Vorzeichen gut.

Aktienmärkte als Preistreiber für Gold, Goldminen-Aktien und Gold-ETFs

Sie begannen das Jahr sehr abenteuerlich und halten an ihrem volatilen Kurs fest – die Aktienmärkte verunsichern derzeit die Anleger: Der Dax kämpft verbissen um 9.000 Punkte – aktuell allerdings vergeblich. Öl musste nach einer kurzen Stabilisierung wieder ordentlich Federn lassen, zu schlecht sind die Daten aus der Wirtschaft. Selbst Janet Yellen kam in der FED-Pressekonferenz über Allgemeinplätze nicht hinaus, sie wolle an der eingeschlagenen Richtung festhalten. Experten sehen die Zinsanhebung als kritisch an, die Realität wird zeigen, ob und wann der nächste Schritt in Richtung Straffung der Geldpolitik eingeläutet wird.

Neben dem japanischen Markt, der Anfang der Börsenwoche eine ordentliche Korrektur verkraften musste und die Märkte mitgerissen hat, machten in den letzten Tagen vor allem die deutschen Banken auf sich aufmerksam: Auch wenn die Deutsche Bank mit dem Rückkauf von Anleihen zunächst eine Stabilisierung ihrer unter das Lehman-Niveau gesunkenen Aktien erreichen konnte, mutet es doch, vorsichtig ausgedrückt, seltsam an, wenn die größte Bank in Deutschland in einer Pressemeldung betont, dass sie zahlungsfähig sei: Was soll ein Kunde denn sonst von einem Geldinstitut dieser Größenordnung erwarten?

Vorsicht siegt über Renditejagd: Gold im Fokus der Anleger

Nicht nur die weltweite Nachfrage nach physischem Gold ist angestiegen, im vierten Quartal 2015 wurden 1.117,7 Tonnen vermerkt, auch die Zuflüsse in die ETFs haben zugenommen: In den ersten acht Februar-Handelstagen wurde bereits das Volumen der gesamten Januar-Zuflüsse erreicht. Für Gold geht es bergauf – die Aktienmärkte hingegen bereiten Sorgen.