Aktueller Goldkurs

18.01.17, 21:13 Uhr (GMT)

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Gold: Starke Nachfrage treibt den Peis Schritt für Schritt nach oben

Es wurde noch einmal turbulent in den letzten Tagen, Investoren nutzten den gestiegenen Goldpreis, um Gewinne zu realisieren. Die so verursachten Rücksetzer setzten das Edelmetall unter Druck, trotzdem setzt sich der Aufwärtstrend immer wieder durch. So bleibt es wohl volatil – und damit spannend.

Richtungswechsel jederzeit im Goldpreis möglich

Nach einem kräftigen Anstieg auf mehr als 1.367 US-Dollar je Feinunze gab der Goldpreis in der Folge kräftig nach, bis auf 1.330 US-Dollar für die Feinunze fiel das Edelmetall. In den letzten Tagen erwies sich der generelle Aufwärtstrend wieder als stärker, was den Goldpreis erneut auf knapp 1.357 US-Dollar je Feinunze ansteigen ließ – und Gewinnmitnahmen provozierte. Aktuell notiert das Edelmetall bei 1.340 US-Dollar für die Feinunze, die es auch nicht unterschreiten sollte. Dann könnte es nämlich noch weiter nach unten gehen, die nächsten Marken liegen in diesem Fall bei 1.337 und 1.330 US-Dollar für die Feinunze. Könnte sich Gold hingegen auf mehr als 1.358 US-Dollar für die Feinunze aufschwingen, stünde einem Anstieg bis auf 1.400 US-Dollar je Feinunze nicht mehr viel im Wege.

Goldnachfrage übersteigt Niveau während der Finanzkrise

Die Gemengelage aus ultralockerer Geldpolitik der Zentralbanken, wirtschaftlichen und vor allem politischen Unwägbarkeiten in Bezug auf den Brexit und den italienischen Bankensektor, aber auch die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten ist dazu angetan, Investoren in sichere Anlagen zu treiben: Im ersten Halbjahr haben Investoren mit 1.064 Tonnen Gold rund 16 Prozent mehr gekauft als im Vergleichszeitraum des Krisenjahres 2016 – es wurde ein neuer Rekord aufgestellt, wie der World Gold Council in seinem jüngsten Quartalsbericht konstatierte.

Daraus geht auch hervor, dass sich die Gold-ETFs ebenfalls einer großen Nachfrage erfreuen: Im ersten Halbjahr wurden auf diese Weise 580 Tonnen Gold gekauft. Anleger müssen auf diese Weise nicht selbst Edelmetall-Einkäufe tätigen, sondern überlassen dies vertrauenswürdigen Dienstleistern. Im Gegenzug sank allerdings die Nachfrage nach physischem Gold aus der Industrie und der Schmuckherstellung. Steigende Preise wirken hier kontraproduktiv, Investoren jedoch werden bei einem Aufwärtstrend zum Kauf eher animiert.

Prognose: Goldpreis weiter volatil, Aufwärtstrend jedoch intakt

Wann der große Ausbruch kommen wird, lässt sich natürlich nicht vorhersagen. Jedoch steigt die Wahrscheinlichkeit, denn die Bedingungen für Investoren werden immer unwägbarer. Konnten Aktien sich zu neuen Höhenflügen aufschwingen, sind diese Entwicklungen nicht durch belastbare Wirtschaftsdaten unterlegt – im Gegenteil. So ist es nicht verwunderlich, dass sich auch Star-Investoren wie Warren Buffett aus hochspekulativen Anlagen zurückziehen, der Goldanteil in den Portfolios darf aktuelle bei Rücksetzern ausgebaut werden.