Aktueller Goldkurs

16.10.18, 20:52 Uhr (GMT)

1.054 Euro | 1.226 USD

Globale Unsicherheit: Goldpreis zieht kräftig an

Der Preis für Gold nahm in dieser Woche die wichtige Marke von 1.300 US-Dollar für die Feinunze – und das sehr deutlich. Offenbar setzt so langsam ein Umdenken bei den Anlegern ein, der Faktor Sicherheit scheint in den Fokus zu rücken.

Nordkorea zündelt kräftig – Märkte reagieren nervös

Der nordkoreanische Raketentest sorgte für einen drastischen Weckruf: Bislang waren die Auseinandersetzungen offenbar zu weit entfernt, als dass sie sich deutlich auf die Märkte ausgewirkt hätten. Nun flog eine Rakete über japanisches Territorium – und löste prompt eine Korrektur bei den Aktienpreisen aus: Selbst auf dem deutschen Aktienmarkt musste ein Minus von rund einem Prozent hingenommen werden. Für Gold jedoch war dies das Startsignal, die zähe Widerstandszone um 1.300 US-Dollar je Feinunze zu durchbrechen. Nach einigen Rücksetzern, die in erster Linie der Gewinnmitnahme, aber auch den US-Wirtschaftsdaten geschuldet sein dürften, markierte das Edelmetall mit 1.321 US-Dollar für die Feinunze eine Marke, die es zuletzt Ende 2016 innehatte.

Auch wenn die aktuelle Seitwärtsbewegung von einer kleinen Pause zeugt, mehren sich doch die Anzeichen, dass Anleger sich wieder verstärkt dem Edelmetall zuwenden. Selbst die positiven Wirtschaftsnachrichten aus den USA, es wurden sowohl mehr neue Jobs als erwartet geschaffen als auch eine höhere Wachstumsrate vermeldet, als zunächst erwartet worden war, konnten den US-Dollar bislang ebenso wenig nachhaltig stärken wie die großen Aktienindizes. So spielen auch weniger die aktuellen Entwicklungen die Hauptrolle bei den Investitionsüberlegungen großer Investoren, sondern eher langfristige Sicherungsmaßnahmen, die angesichts der exzessiven Notbankpolitik angeraten scheinen.

Experten rechnen mit kräftigem Anstieg beim Goldpreis

Sobald das Vertrauen in die Papierwährungen schwindet, wozu die ultralockere und bislang alles andere als erfolgreiche Geldpolitik der relevanten Notenbanken kräftig beiträgt, verstärkt sich das Interesse an Sachwerten – und damit auch an Gold, das ohnehin noch drastisch unterbewertet ist. Aktuell wäre ein Goldpreis zwischen 1.700 und 1.900 US-Dollar für die Feinunze durchaus angemessen, so die Expertenmeinung, die sich auf die derzeitige Kaufkraft bezieht. Bleibt der Goldpreis jedoch weiter so deutlich unter dieser Preisspanne, dürfte die Goldproduktion mittelfristig gesehen durchaus sinken.

Allerdings fehlen mittlerweile die Anlagealternativen: Immobilien haben bereits einen Preis erreicht, der ein Investment in den meisten Fällen nicht mehr rentabel macht. Aktien wiederum weisen nicht die Sicherheit auf, die für viele Investoren immer wichtiger wird. Ob die von einigen Experten prognostizierte Phase der hohen Inflationsraten wirklich einsetzt oder nicht – die Chancen für Gold stehen gut. Wer nun früh genug einsteigt, verschafft sich nicht nur Sicherheit für sein Vermögen, sondern eröffnet sich ein ordentliches Gewinnpotenzial