Aktueller Goldkurs

18.01.17, 22:59 Uhr (GMT)

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Fröhliche Aufholjagd beim Goldpreis – US-Wahl wirft Schatten voraus

Es wird noch einmal eng im US-Präsidentschaftswahlkampf, die Welt blickt gespannt dem 8. November entgegen. Aber es macht sich auch Verunsicherung breit, die Märkte reagierten empfindlich auf die jüngsten Veröffentlichungen zu den FBI-Ermittlungen – der Goldpreis hat davon kräftig profitiert.

US-Wahlkampf – schmutzig, heftig und verunsichernd

Es sah wie eine klare Sache aus, Hillary Clinton führte den Kampf um das Weiße Haus mit 12 Prozentpunkten Vorsprung an – nun kann alles noch ganz anders kommen. Die an die Öffentlichkeit gelangten Ermittlungen, die das FBI gegen die Präsidentschaftskandidatin führt, werfen ein zweifelhaftes Licht auf die Clintons. Der einstige Vorsprung ist zusammengeschrumpft, die Hochrechnungen sind sich nur an einer Stelle einig, nämlich dass gar nichts entschieden ist. Gleichzeitig stellen sich immer mehr Menschen die Frage: Sollen Hillary Clinton und Donald Trump wirklich die bestmöglichen Kandidaten für das wichtigste Amt dieser Welt sein? Wer auch immer ins Weiße Haus einziehen wird – das Amt ist beschädigt.

Die Börsen machten einen großen Satz nach unten, selbst der US-Dollar hat nachgeben müssen. Für Gold war das die optimale Situation, um die jüngsten Rücksetzer wieder auszugleichen – aktuell notiert die Feinunze bei knapp 1.300 US-Dollar, nachdem sie sich Anfang der Woche noch um die 1.272 US-Dollar bewegte. Natürlich nehmen einige Investoren ihre Gewinne mit, es wird also weitere Schwankungen geben. Es bleibt demnach abzuwarten, ob wir es hier mit einem Strohfeuer zu tun haben oder ob sich das Edelmetall wieder in die alte Spur und damit den Aufwärtstrend begibt.

Die Charts – wichtige Marken für Investoren

Bei einem Anstieg auf das Oktober-Hoch bei rund 1.318 US-Dollar muss mit Widerstand gerechnet werden. Kann das Edelmetall diese Linie durchbrechen, hellt sich das Gesamtbild entschieden auf. In der Gegenrichtung ist die Marke von 1.285 US-Dollar für die Feinunze wichtig, von da an könnte es auf 1.280 und in der Folge 1.270 US-Dollar für die Feinunze weiter nach unten gehen.

Die Aussichten – am 8. November wird entschieden

Selbst die FED hält sich zurück und den Leitzins auf dem Rekordtief, zu wichtig ist die Wahlentscheidung für die weitere Perspektive des Landes. Gleichzeitig macht die Meldung der Rohöllagerbestände nervös, diese sind nämlich so hoch gestiegen, wie seit 34 Jahren nicht mehr – die Wirtschaft fragt demzufolge weniger nach. Es gibt viele Probleme in den USA, hier sei nur die enorme Staatsverschuldung erwähnt, die diese Präsidentschaftswahl belasten. Es stellt sich die Frage, was nach diesem Wahlkampf von diesen Kandidaten zu erwarten ist – vorsichtige Anleger investieren in Gold.