Aktueller Goldkurs

20.09.18, 22:59 Uhr (GMT)

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Börsenschock zum Jahresanfang: Kann Gold profitieren?

Das war ein Auftakt: Der massive Einbruch an der chinesischen Festland-Börse löste weltweit ein Börsenbeben aus, der Dax rutschte weit unter die Marke von 10.000 Punkten und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Selbst George Soros sieht Parallelen zu 2008 – und weitere Verwerfungen als wahrscheinlich an.

Börse in China: Handel nach 30 Minuten ausgesetzt

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr musste die chinesische Börse vorzeitig den Handel beenden, am 7. Januar wurde allerdings ein Rekord aufgestellt: Ganze 30 Minuten, die von hektischen Verkäufen geprägt waren, dauerte der Börsentag. Das Fazit lautet: Weltweit wurden in den ersten drei Börsentagen des neuen Jahres wertmäßig mehr als 2,5 Billionen US-Dollar verbrannt. Der Dax gab seinen gesamten Vorjahresgewinn wieder ab, die Rohstoff-Preise markieren neue Tiefstände. Außer Gold: Von 1.070 US-Dollar für die Feinunze konnte sich das Edelmetall auf aktuell mehr als 1.100 US-Dollar je Feinunze aufschwingen – Tendenz steigend.

Dabei ist es laut Soros gar nicht überraschend, dass China auf der Suche nach einem neuen Modell für Wachstum ist: Die Konjunktur schwächelt, der Aktienmarkt ist zum großen Teil von Spekulationen geprägt und die seit Jahren verfolgte Strategie der Abwertung der eigenen Währung trägt die Probleme weit über die Landesgrenzen hinaus. Allerdings treffen aktuell verschiedene Entwicklungen zusammen, denn insbesondere die begonnene Zinsanhebung der FED, die weitere Schritte angekündigt hat, eröffnet Probleme für die Schwellenländer. Soros sieht in dieser Gemengelage alle Zutaten für eine Krise gegeben, die deutliche Ähnlichkeiten mit der von 2008 aufweist.

Goldpreis im Aufwärtstrend – die Charts

Nach einem kurzfristigen Ausbruch nach oben, der direkt wieder ab verkauft wurde, setzt sich der Aufwärtstrend im Goldpreis aktuell fort. Sollten die 1.100 US-Dollar nachhaltig überschritten werden, eröffnet sich ein enormes Potenzial. Erstes Ziel wären 1.133 US-Dollar je Feinunze – mit sehr viel Luft nach oben. Eine Gegenbewegung sollte nicht bis unter 1.088 und 1.084 US-Dollar reichen. Daraus könnten dann schnell 1.074 US-Dollar je Feinunze werden. Allerdings heißt es nun erst einmal, die weitere Entwicklung im Auge zu behalten.

Schon vor dem Hintergrund der enormen Unsicherheit, die aktuell an den Börsen herrscht, dürfte sich die Nachfrage nach Gold drastisch verstärken. Der China-Crash ist noch lange nicht ausgestanden, ein weiterer Abverkauf der kreditfinanzierten Aktienpakete könnte den Strudel noch verstärken – so die Börse wieder öffnet. Die Flucht in einen sicheren Hafen, wie ihn Gold nun einmal darstellt, ist die logische Folge. Der steigende Goldpreis wiederum wird weitere Anleger anziehen – hier eröffnet sich ein interessantes Potenzial.