Aktueller Goldkurs

11.12.17, 17:47 Uhr (GMT)

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Börsen vor Hexensabbat wie erstarrt – Goldpreis stabil

Es ist Hexensabbat, die Handelsvolumina an den Börsen dürften heute nach oben schnellen. Dabei gibt es ohnehin ausreichend Gründe, die eigenen Investments kritisch zu überdenken. Gold geriet zwar unter Druck, konnte sich jedoch wieder erholen.

Hexensabbat: Verfallstermin bringt erfahrungsgemäß Turbulenzen

Viermal im Handelsjahr tanzen die Hexen an den Börsen, wichtige Terminkontrakte laufen aus, was die institutionellen Anleger zu hektischer Betriebsamkeit antreibt: Heute wird abgerechnet, bei Futures und Optionen ist Zahltag: Der tatsächliche aktuelle Preis des jeweiligen Wertes wird herangezogen und entscheidet darüber, ob unter dem Strich eine schwarze oder eben auch rote Zahl steht. Börsenexperten raten vor allem Privatanlegern, heute ganz einfach in Deckung zu gehen (weitere Infos zum Hexensabbat und wie Trader profitieren können).

Schon in den letzten Tagen wirkten die Aktienmärkte wie erstarrt, obwohl es zahlreiche Anlässe zum Aufregen gab. So könnte die offensichtliche Annäherung zwischen dem US-Präsidenten Trump und den Demokraten doch noch auf eine Umsetzung der sehnsüchtig erwarteten Steuerreform hindeuten. Auf der anderen Seite jagt wieder eine Rakete zum Test über Japan, nachdem Nordkorea sogar mit nuklearer Vernichtung gedroht hatte. Auch die zuletzt deutlich gestiegenen Verbraucherpreise in den USA wären dazu geeignet, Bewegung an den Börsen auszulösen, nachdem die Tropenstürme ihre Schneise der Verwüstung gezogen haben. Schließlich könnte eine steigende Inflation die FED motivieren, die Zinsen doch noch in diesem Jahr anzuheben. Bewegungen waren jedoch nur bei Devisen und Anleihen zu verzeichnen – die Aktienkurse blieben vollkommen unberührt.

Sicherer Hafen: Goldpreis stabil über 1.300 US-Dollar

Ein leicht gestiegener US-Dollar drückte in dieser Handelswoche zunächst den Goldpreis auf 1.317 US-Dollar je Feinunze, was nicht zuletzt den US-Erwartungen in Bezug auf Steuererleichterungen für die Wirtschaft geschuldet war. Nachhaltig war diese Entwicklung jedoch nicht, der Euro konnte im Verhältnis zum US-Dollar die 1,19er Marke wieder zurück erobern – und hat Gold mit sich nach oben gezogen: Der Goldpreis stieg wieder an und notiert aktuell bei 1.330 US-Dollar je Feinunze. Nun bleibt abzuwarten, wie der Hexentanz sich heute auswirkt.

Die politische “Großwetterlage” auf dieser Welt gibt keinen Anlass zur Entspannung, auch wenn die täglichen Meldungen irgendwie zur Routine werden und uns kaum noch berühren: Es toben Kriege, es werden Bomben getestet, selbst innerhalb der EU rumort es. Frankreich ächzt unter Massenprotesten, Spanien muss sich mit Unabhängigkeitsbestrebungen der Katalanen auseinandersetzen. Investoren sollten daher den Blick auch immer wieder über den eigenen Tellerrand schweifen lassen, um rechtzeitig die geeigneten Sicherheitsstrategien umzusetzen. Gold ist dabei unverzichtbar, insbesondere in unruhigen Zeiten bietet es nicht nur Schutz für Vermögen, sondern glänzt dann auch mit steigenden Preisen.