Aktueller Goldkurs

18.10.17, 22:58 Uhr (GMT)

1.090 Euro | 1.281 USD

Ausverkauf beim Gold nach Ben Bernankes Aussage

Der Goldpreis rutschte in dieser Woche erstmals seit zwei Jahren wieder unter 1.000 Euro je Unze. Am Freitagabend kostete die Feinunze 1.294,50 US-Dollar und damit 7,5 Prozent weniger als zu Beginn der Woche.

Der Grund für den Ausverkauf ist die Ankündigung von Ben Bernanke, dass die US-Notenbank Fed ihr Anleihenkaufprogramm im Volumen von 85 Milliarden US-Dollar pro Monat schon ab 2014 einstellen könnte. Wenn dann weniger Geld den Markt erreicht wird eine Entwertung der Währungen unwahrscheinlicher. Die Inflationsrate scheint derzeit ohnehin unter Kontrolle zu sein. Die Fed senkte ihre Prognose für die Kerninflation auf 1,2 bis 1,3 Prozent. Somit dürften die Zeiten für den klassischen Inflationsschutz Gold schwer bleiben. Doch auch die Aktienmärkte verloren am Donnerstag und Freitag kräftig an Boden. Denn in den letzten Monate wurden die Märkte eben deutlich vom billigen Geld der Notenbanken getrieben.

Die Spekulaten wetten derzeit kaum auf einen höheren Goldpreis  was man an den Netto-Long-Positionen erkennen kann. Diese befinden sich auf dem niedrigsten Stand seit acht Jahren. Damals hatte der Goldpreis mit 400 US-Dollar je Feinunze noch ein großes Aufwärtspotential. Dennoch ist Gold bei den Privatanlegern weiterhin gefragt. Münzeprägeanstalten und Edelmetallhändler verzeichnen eine hohe Nachfrage nach Münzen und Barren. Für die südafrikanische Krügerrand-Münzen konnten wegen der hohen Nachfrage keine neuen Bestellungen angenommen werden. Zudem kaufen die Zentralbanken einiger Schwellenländer derzeit verstärkt Gold um die Währungsreserven zu diversifizieren.