1. Physisches Gold
Die einfachste Variante, in Gold zu investieren, ist der Kauf von Münzen und Barren. Anleger sollten
aber auf die Kosten achten: Die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis ist mitunter beträchtlich.
Bei größeren Anlagebeträgen sind die Transaktions- und Lagerkosten recht hoch.
Seit kurzem macht der
Onlinebroker DAB-Bank den physischen Goldhandel möglich. Barrengold kann zu Tageskursen einfach über das Onlinedepot gehandelt werden.
2. Gold-ETF
Die börsengehandelten Fonds sind eine kostengünstige Alternative zum
Kauf von physischem Gold.
Exchange Traded Funds (ETF) auf Gold bilden
den Goldpreis nahezu eins zu eins ab. Der große Vorteil im Vergleich zu
Zertifikaten: Es handelt sich um ein Sondervermögen, das vor einer
möglichen Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt ist. Der
bekannteste ETF ist der Lyxor Gold Bullion Securities ETF
(DE000A0LP781). Interessant für sicherheitsbedachte Goldliebhaber: Der
Fonds ist mit der entsprechenden Menge an Goldbarren hinterlegt, die
bei einer Depotbank für die Anleger verwahrt werden.
3. Goldzertifikate
Hier handelt es sich um Schuldverschreibungen, die den Goldpreis nachbilden. Anders als Exchange Trades Funds
enthalten Schuldverschreibungen ein Emittentenrisiko. Zudem sind sie steuerlich im Nachteil. In diesem Jahr konnte
vor allem ein Goldzertifikat mit Währungssicherung (Quanto-Zertifikat) von ABN Amro mit der ISIN (DE000A0AB842)
mit einer Wertentwicklung von 29 Prozent glänzen.
4. Goldminenfonds
Von der Kursentwicklung des Goldes profitieren insbesondere die Minengesellschaften. Gemessen am FTSE Gold Mines Index,
haben sie seit Jahresanfang 18 Prozent gewonnen. Der Index umfasst die Aktien von internationalen Goldproduzenten.
Er ist die Messlatte für viele Goldminenfonds. Der größte dieser Fonds ist der MLIIF World Gold Fund (LU0055631609).
Mit einer Wertentwicklung von 17 Prozent in diesem Jahr ist er auch einer der erfolgreichsten. Besser schlug sich
nur der PEH Q-Goldmines (LU0070355788) mit plus 19 Prozent.
5. Goldfonds
Nicht in Aktien, sondern direkt in physisches Gold, Edelmetallkontrakte
und Anleihen investiert der DWS Gold Plus Fonds (LU0055649056). In
diesem Jahr hat er sich mit 18 Prozent hervorragend geschlagen. Auf
Sicht von drei Jahren enttäuschte die Wertentwicklung aber im Vergleich
zu den konkurrierenden Goldminenfonds. Allerdings weist der DWS-Fonds
eine der geringsten Schwankungsbreiten auf.
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Statistik erstellt von statista.com
Gold hat neben seiner industriellen Verwendung (v. a. in der Schmuckindustrie) auch eine besondere Bedeutung als Zahlungsmittel erlangt. Der Gebrauch des gelben Edelmetalls als Geld geht zurück bis in das sechste Jahrhundert v.Chr.. Besonders in Form von geprägten Münzen fand Gold im historischen Kontext immer wieder Einsatz als Geldäquivalent. Dieser Sachverhalt zieht sich seither durch die gesamte Geschichte der Menschheit. Den Geld-Status des Edelmetalls erkennt man auch heute noch. So wurde in jüngerer Vergangenheit die Geldmenge durch Hinterlegung einer bestimmten Menge an Gold gedeckt und das Währungssystem hierdurch stabilisiert. Darüber hinaus zeigt sich auch aktuell noch die Geld- und Stabilisierungsfunktion von Gold im Rahmen der Bezeichnung als „Krisenwährung“. Wenn sich die Angst vor Inflation erhöht, flüchten die Anleger in Gold um die Kaufkraft Ihres Geldes zu sichern.
Die Anlagemöglichkeiten mit den Vor- und Nachteilen können Sie aus den fünf Punkten unterhalb entnehmen.
Übringens sehen sich auch gleichzeitig einen der Gründe warum der Goldpreis in letzter Zeit
so massiv gestiegen ist. Denn Gold-ETFs, Gold-Zertifikate oder Gold-Fonds sorgen dafür,
dass die Nachfrage aufgrud von eben diesen spekulativen Anlagen hoch bleibt.