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Wiener Philharmoniker Vorne
Wiener Philharmoniker Hinten

Wiener Philharmoniker (Österreich)

Der Wiener Philharmoniker ist eine österreichische Anlagemünze aus Gold. Das Motiv bleibt jährlich gleich, lediglich das Prägejahr ändert sich. Von der ersten Prägung an zeigt die Münze auf der einen Seite Instrumente des berühmten Orchesters. Auf der anderen Seite ist die vom Neujahrskonzert bekannte Orgel im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins zu sehen, ebenso wie Nennwert, Feinheit und Prägejahr.

Sein Aussehen verdankt der Wiener Philharmoniker dem Chefgraveur der Münze Österreich, Thomas Pesendorfer. Mit der Euro-Einführung im Jahre 2002 änderte sich der Nennwert von Schilling zu Euro. Der Wiener Philharmoniker stellt, bezogen auf den Durchmesser, die größte Münze (1 Unze) zu Anlagezwecken dar.

Die Münze kann als offizielles Zahlungsmittel eingesetzt werden. Ihr Verkaufspreis orientiert sich am tagesaktuellen Goldpreis zuzüglich eines geringen Aufgeldes. Als Anlagemünze wird sie in den meisten Ländern umsatzsteuerfrei gehandelt und ausschließlich in Wien in der Münze Österreich nach Bedarf geprägt. Aufgrund ihrer hohen Feinheit (24 Karat) ist zudem ein geringer Aufschlag gegenüber dem Krugerrand fällig.

Die Geschichte des Wiener Philharmonikers nahm im November 1988 ihren Ursprung, als eine Gesetzesnovelle die Ausgabe von Münzen aus reinem Gold zum Tageskurs zuzüglich eines geringen Aufgeldes ermöglichte. Die für Anleger auf der ganzen Welt konzipierte neue Goldmünze sollte ein typisch österreichisches Auftreten mitbringen, so die Idee. Was lag da näher, als Musik und eines der besten Orchester der Welt als Namens- und Motivgeber zu wählen. Der Wiener Philharmoniker war geboren.

Der eigentliche Startschuss für den „Goldenen Philharmoniker“ fiel am 10. Oktober 1989, als die Münze erstmals im Handel angeboten wurde. Anfänglich gab es den Wiener Philharmoniker nur in zwei Größen: zu einer Unze (31,1g) sowie zu einer viertel Unze (7,8g). Nach drei Monaten waren über 620.000 Münzen bzw. über 400.000 Unzen verkauft. International hatte sich der Wiener Philharmoniker vor allem gegen Mitbewerber aus Kanada (Maple Leaf), den USA (American Eagle), Australien (Nugget) und Südafrika (Krugerrand) zu behaupten. Schon 1990 war sie die Nummer 1 in Europa, am Weltmarkt erreichte man auf Anhieb den zweiten Rang. Viermal schon wurde die Münze aus Wien vom World Gold Council zur „Meistgekauften Münze der Welt“ erklärt. Erstmals im Jahr 1992 und ebenso in den Jahren 1995, 1996 und 2000. Mittlerweile gibt es die Münze in vier Größen. Zur ganzen und viertel Unzehaben sich halbe (15,6g) und zehntel Unze (3,1g) gesellt. Seit dem Beginn der Prägung im Oktober 1989 gingen bis 2004 mehr als 8,2 Mio. Wiener Philharmoniker an Anleger in der ganzen Welt. All diese Münzen zusammen entsprechen einem Gewicht von 5,6 Mio. Unzen, das sind rund 174 Tonnen Gold.

Der Wiener Philharmoniker ist die bisher einzige europäische Anlagemünze mit Euro-Nennwert. Im Jahr 2004 hielt der Wiener Philharmoniker allein in Europa 35 bis 40% der Umsätze. Von besonderer Bedeutung ist der Wiener Philharmoniker in Nordamerika und Japan. In Japan heißt der Philharmoniker aus sprachlichen Gründen „Harmony“.

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