Im Folgenden finden Sie eine umfangreiche Auswahl an Forwardkurven zu Rohstoffen. Die dargestellte Terminstruktur ergibt sich aus den unterschiedlichen Preisen der Futurekontrakte mit differierenden Fälligkeiten. Die Datenpunkte geben also den von den Marktteilnehmern erwarteten Preis des Rohstoffs zum Fälligkeitszeitpunkt an.
Sie spiegeln damit zum größten Teil die Markterwartungen wider. Zudem spielen im Rohstoffbereich in gewissem Maße auch weitere Faktoren eine Rolle. So sind mit physischen Rohstoffen z.B. immer auch Lager- und Versicherungskosten verbunden. Diese entfallen bei Rohstoffinvestments über Futurekontrakte und werden deshalb in den Terminkurs eingerechnet. Vom Grundsatz her sollten diese Faktoren bei längeren Laufzeiten zu einem Preisaufschlag führen. Weitere Faktoren hierfür sind beispielsweise Opportunitätskosten. Diese entstehen in Form von entgangenen Zinsen im Falle eines physischen Rohstoffinvestments, da an Terminmärkten nur ein anteiliger Betrag (Margin) hinterlegt werden muss um zu Handeln. Sollten physische Rohstoffe jedoch Erträge abwerfen (z.B. Verleihgebühren im Edelmetallbereich) führt dies zu einem Preisabschlag lang laufender Kontrakte. Diese Erträge sind jedoch selten und im Vergleich zu den Kosten gering.
Insgesamt setzen sich die Futurepreise also aus Erwartungen der Marktteilnehmer, Kosten und Erträgen zusammen. Hieraus können nun zwei grundlegende Situationen entstehen. Zum einen können die weiter in der Zukunft liegenden Preise höher sein als die Preise kürzerer Fälligkeiten. In diesem Fall spricht man von Contango. Im umgekehrten Fall, also die längeren Laufzeiten der Futurekontrakte notieren niedriger als die Kontrakte mit zeitnaher Fälligkeit, bezeichnet man die Situation als Backwardation.