Goldfixing und Goldpreis
Der Preis des Goldes wird auf dem offenen Markt bestimmt;
das geschieht seit dem 18. Jahrhundert in London. Seit dem 12. September 1919
treffen sich wichtige Goldhändler in einer Rothschild-Bank in London, um den
Goldpreis formal zu fixieren (London Goldfixing). Seit 1968 gibt es ein
weiteres tägliches Treffen in der Bank um 15 Uhr Londoner Zeit, um den
Goldpreis zur Öffnungszeit der US-Börsen erneut festzulegen.
Gold gilt seit langem als wertbeständige Geldanlage in
Krisenzeiten. Derzeit haben viele Anleger Angst vor einer höheren Inflation.
Daher ist Gold wieder gefragt.
In der
abgelaufenen Woche hat der Goldpreis erstmals die Marke von 1000 US-Dollar für
eine Feinunze überschritten. Vor drei Jahren lag der Goldpreis bei rund 400
US-Dollar. So gut konnten Anleger schon lange nicht mehr verdienen. Die Angst
vor der Inflation ist aber nur einer der Preistreiber. Auch das Anleihen
weniger Rendite abwerfen, treibt die Investoren in andere Geldanlagen. Und die
Schmucknachfrage aus Asien steigt.
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