Aktueller Goldkurs

22.06.18, 05:54 Uhr (GMT)

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Gold als Geldanlage: Warum in Gold investieren

1. Beständigkeit

Gold [Au] gehört zu der Gruppe der Edelmetalle, die sich durch eine besondere Korrosionsbeständig auszeichnet. Zum anderen ist die molekulare Zusammensetzt und die Struktur des Goldes sehr stabil und bleibt bis zu einem Druck von ca. 1.8 Millionen [bar] in seiner kubischen Struktur. Das Gold hat sich in der Menschheitsgeschichte zu einem Wertsymbol entwickelt und dies ist nicht nur seiner Seltenheit zu verdanken, sondern auch den verblüffenden Eigenschaften und der Unempfindlichkeit gegenüber Temperaturen, Druck und dessen hervorragende chemische Beständigkeit. Vermutlich stammt Gold – wie einige andere seltene Metalle – nicht direkt von der Erde, sondern kam mit Meteoriten aus dem All und sicherte sich damit den besonderen Status. Gold lässt sich zu ca. 99,6% recyceln und ist somit für unsere Verhältnisse fast unverwüstlich.

2. Angebot u. Verwendung

Die Goldverwendung sieht nach Schätzungen derzeit folgendermaßen aus: 70-75% wird von der Schmuckindustrie verarbeitet, 12-15% fließen in die physische Goldverarbeitung, wie Barren oder Münzen und 14-18% beanspruchen andere Industriezweige für sich. Hier sollte man die enorme Entwicklung der Elektronikindustrie nicht außer Acht lassen, deren Nachfrage permanent gestiegen ist und es wahrscheinlich weiterhin tun wird.

Wo kommt das Gold her? Zum einen leistet die Recyclingindustrie ihren Beitrag mit ca. 28%. Der größte Teil wird gefördert und ein weiterer Teil wird von den Zentralbanken auf den Markt gebracht. Wie es aussieht, gibt es seit 2004 einen steigenden Bedarf und eine relative Knappheit, was zum höheren Preis und geringerem Angebot führt. Zum anderen muss immer komplexere Technik für die Förderung angewandt werden, was den Preis ebenfalls nach oben treibt.

3. Besteuerung

Bei Goldinvestments können Mehrwertsteuer, Abgeltungsstuer und Einkommenssteuer in Betracht kommen. Im Bereich der Mehrwertsteuer wird danach unterschieden, ob es sich um Sammler- oder Anlagegold handelt. Für Anlagegold gilt, dass es von der Umsatzsteuer bzw. Mehrwertsteuer befreit ist und damit im Vergleich zu anderen Edelmetallen wie Silber eine steuerliche Sonderstellung einimmt. Die Abgeltungssteuer wird bei Investments in Goldfonds (ETCs) oder Derivate auf Gold (CFDs, Optionsscheine, Zertifikate) dagegen fällig. Umgekehrt bleiben bei einer Direktanlage in physisches Gold eventuelle Finanzgewinne befreit von der Abgeltungssteuer. Hier ist allerdings die Haltefrist zu beachten: wird das physische Gold innerhalb eines Jahres wieder mit Gewinn veräußert, wird der Gewinn zum persönlichen Einkommenssteuersatz besteuert. Bei einer Haltefrist von über einem Jahr sind die Gewinne steuerfrei.

Für den längerfristig orientierten Anleger ist die Investition in physisches Gold aus der steuerlichen Sicht also vorteilhaft, wenn man alle anderen Aspekte vernachlässigt. Nach einer Haltedauer von einem Jahr sind die Erträge aus einem Verkauf grundsätzlich steuerfrei.

Für kurzfristig orientierte Anleger hängt die Besteuerung von der Höhe der individuellen Einkommen ab. Liegt dieser Satz unter dem effektivem Satz der Abgeltungssteuer, dann ist aus steuerlicher Sicht eine Direktanlage in Gold einer Anlage in Gold-Wertpapiere vorzuziehen. In diesem Falle ist die fällige Steuer auf Erträge aus Gold-Wertpapieren geringer und somit aus steuerlicher Sicht vorteilhaft.

Formen der Goldanlage

Physisches Gold

Bei der Anlage in physisches Gold stehen dem Anleger Goldmünzen oder Goldbarren zur Verfügung. Abgesehen von dem täglich schwankenden Goldwert haben einige Anlagemünzen auch einen Sammlerwert. Gold gilt als internationales Zahlungsmittel und wird von Dollar ,- und Ölpreisschwankungen beeinflusst. So konservativ wie die manche Anleger handeln auch die Staaten, die Bundesbank folgt auf Platz 2. den United States und besitzt über 3.000 (t) hochwertiges Gold. Entscheidet man sich das Gold in sein Portfolio aufzunehmen ist es ratsam nur in das hochkarätige Gold zu investieren. Hierbei solle man sich von der Qualität der Ware überzeugen lassen, viele Banken und vor allem Juweliere bürgen mit Zertifikaten für Ihr Angebot. Zunehmend gibt es auch Versandhäuser die Produkte in bester Qualität anbieten.

Tresorgold

Beim Tresorgold geht es um die sichere Verwahrung von physischen Gold. Dabei erwirbt der Anleger einen Anteil des Golddepos einer Bank. Die Vorteile liegen auf der Hand, man muss sich keine Gedanken über die Sicherheit machen, man kann nahezu beliebige Mengen dazukaufen oder verkaufen und man spart Zeit. Dieser Luxus kostet allerdings Gebühren für die Verwarnung.

Im Unterschied zu anderen Anlageprodukten ist die Anlage in physisches Gold komplett unreguliert. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Kostenstrukturen der verschiedenen Anbieter. Das macht den Vergleich einzelner Angebote für den Privatanleger schwierig und zeitaufwändig.

Zertifikate

Für Privatanleger sind Goldzertifikate eine günstigste Alternative in den Goldmarkt zu investieren. Goldzertifikate lassen sich danach unterteilen, an welchem Index sie sich orientieren. Möglich wären z.B. auch Zertifikate auf Goldminen-Indexe. Ein weiterer Punkt ist die Laufzeit des Zertifikates, entweder als Endloszertifikate oder mit einer festen Laufzeit. Bei jeder Anlage in Gold muss jedoch das Währungsrisiko beachtet werden, denn der Goldpreis notiert in US-Dollar. Zertifikate sind gehebelte Produkte, Währungsschwankungen können hier zum Totalverlust führen. Hinzu kommt bei Zertifikaten das Emittentenrisiko, denn Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen und werden im Insolvenzfall des Emittenten nachrangig bedient.
Weitere Informationen zu Goldzertifikaten

Kosten der physischen Goldanlage

Preisdifferenz

Da auch Händler auf Preisdifferenzen spekulieren, sollte man genau drauf achten, dass man immer aktuelle Preise zu Verfügung hat. Man sollte aber auch nicht außer Acht lassen, dass der Händler zusätzliche Kosten zu tragen hat (Lagerkosten, unternehmerisches Risiko, Miete etc.), die er in Form einer Marge kalkuliert. Verhandeln Sie hart aber fair.

Margen

Den Ankaufspreis wie er auf dem Londoner Referenzmarkt beim Goldfixing notiert wird, kann man in der Realität nie erreichen. Jeder Händler hat seine Margen und trägt auch das Risiko beim Einkauf/Verkauf der Produkte, dies sollten Anleger einkalkulieren.

Kommission

Die Kommissionen oder Gebühren werden meist prozentual auf den Anlagebetrag berechnet und liegen im Bereich 0.5 – 2.0% des Anlagebetrages. Vorteilhaft ist das System, da die Kosten auf einen Blick ersichtlich und leicht kalkulierbar sind. Lassen Sie sich aber vorher beraten, damit keine weiteren Kosten entstehen.

Lagerungsgebühr

Bei Tresorgold verlangen die Anbieter neben Gebühren für das Handeln mit den Produkten auch Lagerungsgebühren. Diese Gebühren errechnen sich meist aus einem zeitlich berechneten Prozentsatz auf den Anlagebetrag. Achten Sie sehr genau auf Mindestgebühren. Faustformel: 10.000 € zu versichernder Inhalt kosten pro Jahr 10 €.