Abfindung
Eine AG, welche eine andere AG eingliedert, d.h. sie zu mindestens 95% übernimmt, ist zur Zahlung einer Abfindung an die außenstehenden Aktionäre der übernommenen AG verpflichtet. Möglichkeiten der Abwicklung sind eine Barabfindung oder ein Aktientausch, ...weiterlesen
Abgeld
Als Abgeld bezeichnet man zum einen den Unterschied zwischen Nennwert und Börsenkurs, zum anderen den zwischen niedrigem Rückzahlungs- und Ausgabekurs. Bei festverzinslichen Wertpapieren ist eine Emission mit Abgeld üblich, bei Aktien dagegen in Deutschland ...weiterlesen
Abschlag
1. Niederbewertung eines Wertpapiers nach Abtrennung bestimmter Rechte. Bei Aktien z.B. der Dividendenabschlag oder der Bezugsrechtabschlag nach Abtrennung des entsprechenden Kupons.
2. Differenz zwischen Rückzahlungsbetrag und einem niedrigerem Auszahlungsbetrag ...weiterlesen
Abschlagsdividende
Die Abschlagsdividende ist eine Vorauszahlung auf die Jahresabschluss-Dividende, z.B. als Vierteljahres-Dividende. Sie findet im Ausland Anwendung, ist aber in der Bundesrepublik unzulässig.
Abschlussprüfer
Ein Abschlussprüfer prüft den Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften im Sinne von §267 Abs. 1 HGB. Dabei achtet der Prüfer besonders auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und ergänzende Bestimmungen der Satzung. Außerdem wird der Lagebericht ...weiterlesen
absichern
Wertpapier- oder Devisenpositionen können gegen negative Kursentwicklungen abgesichert werden, indem man Derivate kauft bzw. verkauft, und so ein kompensatorisches zweites Risiko übernimmt.
Abwertung
Die Abwertung ist eine Maßnahme der Notenbank zur Stabilisierung einer Währung. Sie hat einen geringen Außenwert der Währung zur Folge, was sich positiv auf den Export, jedoch negativ auf den Import auswirkt.
Abzinsungspapiere
Der Verkauf von Abzinsungspapieren erfolgt zum Barwert, die Rückzahlung zum Zukunftswert. Es werden also während der Laufzeit keine Zinsen ausbezahlt. Zinsen und Zinseszinsen sowie die Tilgung werden am Ende ausbezahlt. Beispiele sind Zero Bonds und ...weiterlesen
Ad-hoc Publizität
Ereignisse, die den Kurs einer Aktie maßgeblich verändern könnten, sie müssen unverzüglich von der AG bekannt gemacht werden, um Insidergeschäfte zu verhindern.
Adjustierung
Führt eine AG einen Aktiensplit oder eine Kapitalerhöhung durch, müssen die für die Charttechnik relevanten historischen Kursdaten adjustiert, d.h. neu berechnet werden.
ADR
American Depository Receipt, von amerikanischen Banken ausgegebene Hinterlegungsscheine nichtamerikanischer Aktien. Sie werden anstelle der Aktien an US-Börsen gehandelt (z.B. SAP).
In einem Level-ll-ADR-Programm werden American Depositary Shares (ADSs) ...weiterlesen
Agio
Liegt der tatsächliche zu zahlende Preis über dem Nominalwert eines Wertpapiers, so bezeichnet man die Differenz als Agio, Aufgeld oder Aufschlag. Sie dient bei Anleiheemissionen als Feinabstimmung für die Rendite. In Deutschland ist ein Agio auf Aktienemissionen ...weiterlesen
Akquisition
Kauf eines Unternehmens oder Teile davon, um die strategische Ausrichtung und/oder den Ressourceneinsatz bestimmen oder kontrollieren zu können. Das Management des zu akquirierenden Unternehmens ist mit einem Verkauf des Unternehmens einverstanden. Ist ...weiterlesen
Aktie
Urkunde, die dem Inhaber einen bestimmten Anteil am Gesamtvermögen einer Aktiengesellschaft verbrieft. Man unterscheidet zwischen Stammaktien, die dem Besitzer ein Stimmrecht auf der ordentlichen Hauptversammlung zusichern, und Vorzugsaktien, die zwar ...weiterlesen
Aktienanalyse
Von Fachleuten verfasster Bericht, um Anlegern bei der Wahl der Aktien zu unterstützen. Ihre Aufgaben sind zum einen die Information, zum anderen die Prognose.
Man kann zwei Arten von Aktienanalysen unterscheiden: Die Charttechnische Analyse, bei der ...weiterlesen
Aktienfonds
Als Aktienfonds bezeichnet man Fonds, die sich zum Großteil aus Aktien zusammensetzen.
Aktiengesellschaft
Bei einer Aktiengesellschaft erwerben die Aktionäre durch Kauf von Aktien Anteile an einer Firma. Dies ist die übliche Rechtsform für große Unternehmen. Sie hat den Vorteil, daß die Aktionäre durch Erwerb von Aktien auch mit einem kleinen Kapital ...weiterlesen
Aktienindex
Der Aktienindex ist eine Maßzahl zur Erfassung von Kursbewegungen eines Portfeuilles. Er berechnet sich durch den Vergleich der Werte eines Berichtszeitpunkts zu einem Basiszeitpunkt.
Beispiele sind der DAX, MDAX und der NEMAX.
Aktienkapital
Das Grundkapital einer Aktiengesellschaft wird Aktienkapital genannt. Hierbei wird die Beteiligung des Aktionärs am Grundkapital als Nennwert der von ihm gekauften Aktie bezeichnet.
Aktienoption
Mit einer Option hat der Besitzer das Recht, eine bestimmte Anzahl Aktien zu einem vorher festgelegten Preis innnerhalb einer bestimmten Frist zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Optionen werden an der Eurex, der früheren Deutschen ...weiterlesen
Aktienrückkauf
Unter spetiellen Umständen können Aktiengesellschaften die von ihnen ausgegebenen Aktien wieder zurückaufen. Aktienrückkäufe können aus verschiedenen Beweggründen erfolgen. Eines der am häufigsten angestrebten Ziele ist dabei eine Steigerung des ...weiterlesen
Aktiensplit
Bei einem Aktiensplit werden die Aktien eines Unternehmens in einem vorgegebenen Verhältnis geteilt, der Aktienkurs (absolut gesehen) verbilligt sich im selben Maße, der Gesamtwert des Unternehmens bleibt somit also gleich. Diese Maßnahme soll die ...weiterlesen
Aktientausch
Finanzierungsform bei Fusionen. Bei der Übernahme eines Unternehmens durch ein anderes besteht die Möglichkeit, einen Aktientausch durchzuführen. Hierbei wird der Preis, der nötig ist, um die Aktien des kleineren Unternehmens aufzukaufen, mit Hilfe ...weiterlesen
Aktionär
Bezeichnet den Inhaber von Aktien einer AG. Bei Namensaktien ist der Name des Aktionärs im Aktienbuch eingetragen. Bei Inhaberaktien legitimiert der Besitz der Aktienurkunde den Inhaber als Aktionär.
Aktionärsbrief
Freiwilliger Zwischenbericht einer Aktiengesellschaft an die Aktionäre. Ist Teil des Investor Relation und ergänzt die Berichterstattung der Unternehmung.
Aktiva
Bezeichnet den linken Teil der Bilanz. In ihr sind alle Vermögenswerte der Unternehmung zusammengefasst. Die Aktiva kann weiter unterteilt werden in Anlage- und Umlaufvermögen.
Alte Aktien
Bringt eine Aktiengesellschaft bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien heraus, die den bisherigen nicht gleichgestellt sind, so werden diese bisherigen als Alte Aktien bezeichnet und entsprechend höher gehandelt.
am Geld
Wenn der Preis des Underlyings einer Option zum Betrachtungszeitpunkt dem Strike entspricht und die Option damit keinen inneren Wert mehr größer null aufweist, so notiert die Option am Geld oder at-the-Money.
AMEX
Die New Yorker Börse American Stock Exchange hat ein erheblich kleineres Handelsvolumen als die New York Stock Exchange NYSE. Hauptsächlich Indexoptionen und kleinere Unternehmen werden hier gehandelt.
Amortisation
Eine planmäßige Tilgung einer Schuld wird als Amortisation bezeichnet.
Amtliche Notierung
Bei der amtlichen Notierung soll der Kurs festgesetzt werden, der der wirklichen Geschäftslage des Verkehrs an der Börse entspricht. Fest vorgegebene Verfahren garantieren eine vertrauenswürdige Kursermittlung durch Kursmakler.
Amtlicher Handel
Der amtliche Handel stellt die höchsten Anforderungen (z. B. Publizitätsvorschriften) an die dort gelisteten Papiere. Die notierungen werden zusätzlich in einem Kursblatt veröffentlicht.
Analyst
Professioneller Beurteiler, der die Entwicklung von Wertpapieren und Kapitalanlagen bewertet und i.d.R. anschließend eine Empfehlung ausspricht.
Anfangskurs
Der erste Kurs bei variabler Notierung nach Eröffnung eines Börsentages wird Anfangskurs oder Eröffnungskurs genannt. Die Kursfeststellung erfolgt nach den Grundsätzen der Kassakursfeststellung.
Anlageausschuss
Der Anlageausschuß besteht aus Fachleuten aus dem Bereich der Wertpapieranalyse und des Wertpapierhandels. Er berät Kapitalanlagegesellschaften (KAG) bei Kauf und Verkauf von Wertpapieren.
Anlagen
Freie Gelder, d.h. Finanzmittel, werden Anlagen genannt. Anlagen können in vielerlei Bereiche investiert werden, wie zum Beispiel Bausparverträge, Lebensversicherungen, Aktien, Edelmetalle, etc.
Anleihe
Schuldverschreibung, Obligation oder Bond. Sammelbegriff, der festverzinsliche Effekten und deren Gläubigerrechte verbrieft. Dient der langfristigen Kreditaufnahme.
Anleihemarkt
Anleihen werden in Deutschland am Anleihemarkt gehandelt. Der Handel findet im Freiverkehr, im geregelten und im amtlichen Markt statt.
Annuitätenanleihe
Annuitätenanleihen oder auch Annuitätsbonds sind Anleihen, die in festen Jahresbeiträgen zurückgezahlt werden. Üblicherweise enthält eine Zahlung die Zinsen für das abgelaufene Jahr sowie einen festen Tilgungsbetrag. Am Ende der Laufzeit wird der ...weiterlesen
Anteilschein
Einen Anteil an einem Fond einer Investmentgesellschaft wird Anteilschein genannt. Der Wert des Scheins wird aus den Aktien, Papieren und Optionen des Fonds berechnet.
Anteilwert
Um den Anteilwert eines Fonds zu berechnen, der auch dem Rücknahmepreis entspricht, teilt man das Gesamtkapital des Fonds durch die Anzahl der ausgegebenen Scheine.
antizyklisches Verhalten
Wer sich an der Börse antizyklisch verhält, der versucht, bei steigenden Kursen zu verkaufen und bei fallenden Kursen zu kaufen.
Arbitrage
Durch gleichzeitige, kombinierte Käufe und Verkäufe, ist eine Gewinnerzielung aufgrund unterschiedlicher Preise an verschiedenen Handelsplätzen möglich. Theoretisch sind diese Gewinne risikolos, sie erfordern aber eine große Reaktionsgeschwindigkeit ...weiterlesen
ARPU
Abkürzung für Average Revenue Per User, den durchschnittlichen Umsatz je Kunde
Arrondieren
Die vorhandene Anzahl eines bestimmten Wertpapiers durch An- oder Verkauf auf eine runde Zahl zu bringen, bezeichnet man als arrondieren.
Asset
Als Asset wird ein Handels- oder Anlageobjekt der Börse bezeichnet.
Asset Allocation
Den Anlagepräferenzen des Anlegers nach wird bei der Asset Allocation in verschiedene Wertpapiere und Länder investiert.
Man unterscheidet generell zwischen nationalen und internationaler Allocation und zwischen kurz- mittel- und langfristigen Investitionen.
Attentismus
Eine Situation am Markt, in der die Anleger auf bessere Kurse warten und noch nicht investieren, wir als Attentismus bezeichnet.
Aufsichtsrat
Gesetzlich vorgeschriebenes Organ bei Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien, Genossenschaften und Kapitalanlagegesellschaften. Er wird bei der Versammlung der Gesellschafter bzw. der Aktionäre bestimmt. Der Aufsichtsrat beruft, überwacht ...weiterlesen
Aufwertung
Die Aufwertung ist eine Maßnahme der Notenbank. Sie hat einen höheren Außenwert der Währung zur Folge, was sich negativ auf den Export, jedoch positiv auf den Import auswirkt.
Aufzinsungspapier
Aufzinsungspapiere sind Anleihen, die nicht jährlich mit Zins und Tilgung zurückgezahlt werden, sondern erst am Ende der meist festgelegten Laufzeit mit Zins und Zinseszins. Der Zinssatz wird meist zum Emissionszeitpunkt festgelegt.
aus dem Geld
Begriff für Optionsscheine, bei denen der Underlyingpreis den Strike des Calls unterschreitet.
Wird der Basispreis eines Puts überschritten, spricht man ebenfalls von einer Option, die aus dem Geld notiert.
Ausbruchgap
Treten am Ende eines Seitwärtstrends auf und sind der Beginn starker Kursbewegungen. Die Kurslücken bleiben längere Zeit unausgefüllt, d.h. der Kurs kommt nicht auf das Niveau des Gaps zurück. Je höher die Umsätze des Ausbruchgaps, desto kleiner ...weiterlesen
Auschüttende Fonds
Fonds, die am Ende jedes Geschäftsjahres ihre Erträge aus Wertpapierverkäufen, Dividenden oder Zinsen an die Anteilseigner ausschütten, nennt man ausschüttende Fonds.
Ausfallrisiko
Die Tatsache, das ein Schuldner die Forderungen nicht zurückzahlen kann, wird allgemein als Ausfallrisiko bezeichnet. Es tritt ein, wenn beispielsweise der Emittent von Anleihen infolge von Liquiditätsschwierigkeiten oder einem Konkurs nicht mehr zahlungsfähig ...weiterlesen
Ausgabeaufschlag
Beim Erwerb von Fondsanteilen fällt eine einmalige Gebühr an, die als Ausgabeaufschlag bezeichnet wird. Sie wird berechnet aus der Differenz zwischen Anteilwert und Ausgabekurs.
Ausgabekurs
Der Ausgabekurs stellt den Preis dar, zu dem Wertpapiere neu ausgegeben werden. Im Falle von Anteilsscheinen, die von Kapitalanlagegesellschaften verkauft werden, wie zum Beispiel Immobilienfonds und Wertpapierfonds, ist der Ausgabekurs mit dem Wert des ...weiterlesen
Auslandsaktien
Anteile an ausländischen Aktiengesellschaften bezeichnet man als Auslandsaktien. Sie werden in Deutschland oft in Form von Aktienzertifikaten gehandelt.
Auslandsanleihen
Anleihen deutscher Schuldner in Fremdwährung oder Anleihen ausländischer Emittenten in DM werden als Auslandsanleihen bezeichnet.
Ausreißer
Begriff der Charttechnik.Treten Kurslücken in einem anhaltenden Auf- oder Abwärtstrend auf, so spricht man von Ausreißern. Der Kurs springt mühelos von Niveau zu Niveau. Ein Ausreißer markiert oft die Mitte einer Trendbewegung. In starken Bullen ...weiterlesen
Außerbörslicher Handel
Der Handel, der außerhalb der Börsenhandelszeiten stattfindet, meist als Telefonverkehr, wird als außerbörslicher Handel bezeichnet. Er unterliegt wie der normale Handel dem Wertpapierhandelsgesetz.
Aussetzung
Unter der Aussetzung der Kursnotierung wird ein zeitlich beschränktes Pausieren verstanden, bzw. das Aussetzen des Wertpapieres vom Handel beim Eintreten von plötzlichen Ereignissen, die überdurchschnittlich starke Schwankungen des Börsenkurses zur ...weiterlesen
Ausübungsanzeige
Mit einer Ausübungsanzeige nimmt der Inhaber eines Optionsscheines das Recht in Anspruch, das Basisgut der Option entweder zu kaufen oder zu verkaufen.